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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 9-10 (1860) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
9-10 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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_138 Beweise der Ausgießung des Geistes Gottes auf die Gemeinde vorhanden sind. Obschon keine große Erweckung stattgefunden hat, so ist doch eine heilige Neubelebung und Eintracht da; und wo brüderliche Liebe ist, da giebt der Herr seinen Segen. Der Thau des Hermon fällt bereits aus die Berge Zions, weil die Brüder daselbst in Frieden bei einander wohnen. Ach freue mich, dies nach dem Zeugnisse eines Beamten der Gesellschaft aussprechen zu können. Es war etwas Peinliches, als diejenigen, welche wie Ein Mann hätten zusammen stehen sollen, einander entfremdet waren. Es war ohne Zweifel der Geist des Bösen, der Zwietracht zu säen suchte. Aber der Geist der Liebe hat den finstern Einfluß vertrieben, und aus der zeitweiligen Entfremdung ist eine dauernde Liebe hervorgegangen. Laßt uns nicht vergessen, daß Gott die Seinen vereinigt, indem er sie züchtiget, wie durch die Entfernung der Schlacken das Gold nur gediegener wird. Der Tod der Miß Cooper und des vr. Macgowan hat diesen gesegneten und heiligenden Einfluß gehabt, denn ihr Abscheiden gereichte nicht nur dazu, den Glauben zu stärken, den Eifer zu kräftigen und die Liebe der Mission zu beleben, sondern auch jeden Funken ver Zwietracht unter den Brüdern in Jerusalem auszulöschen. Ich hatte die Freude Dr. Macgowan seit vielen Jahren zu kennen, und ich kann von seiner christlichen Redlichkeit, von seinen hohen intellektuellen Vorzügen, von seiner großen Gelehrsamkeit und vor allein von seinem brennenden Eifer für Israel Zeugniß geben. Diejenigen, die ihn viel früher als ich kannten, haben mir gesagt, daß er einer der glücklichsten und ausgezeichnetsten Aerzte in Er et er war, und daß voraussichtlich seine Praxis ihm jährlich 2000 Pfund einbringen würde; und doch verließ er, mitten unter diesen irdischen Aussichten, Alles um Christi willen, und ging nach Jerusalem, um dort mit nur geringer Unterstützung zu wirken. Das geschah aber nicht im Augenblicke der Begeisterung. Es entsprang nicht aus einem plötzlichen Schwung der Einbildung. Er fuhr fort dort zu wirken, oft zwar sehr entmuthigt, aber treu bis zu seinem Tode, und er starb als ein demüthiger Arzt in dem Hospitale zu Jerusalem. Ich nehme keinen Anstand zu behaupten, daß, wie bescheiden seine Stellung war, er von dem glücklichsten Arzte in der Welt hätte be-

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