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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 9-10 (1860) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
9-10 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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137 getheilt sind; ein Theil hält es mit dem Rabbinismus, der andere aber mit Moses und den Propheten. Und beweist diese wichtige Thatsache nicht eine wundervolle Veränderung in dem Gemüthe der Juden? Es giebt noch einen andern Punkt, in welchem sich in dem Gemüthe der Juden eine Veränderung vorbereitet. Sie studiren Moses und die Propheten mit der Absicht, die Zeichen der Zeit zu verstehen und es macht sich unter ihnen die Ueberzeugung geltend, daß die Zeit für den dritten Tempel herannaht, und daß demnach die Zeit für den zweiten vorbei sein muß. Ein Rabbi, der in die andere Welt hinüber gegangen ist, hat eine merkwürdige Prophezeiung hinterlafsen, in welcher er sehr deutlich darthut, daß die Zeit für den dritten Tempel herbei gekommen ist; und daher müssen sie zu dem Schluffe kommen, daß die des zweiten Tempels vorüber ist. So haben sie eine dunkle Vorbedeutung von dem, was nahe vor der Thür ist, daß wie der erste Tempel von dem zweiten unnöthig gemacht wurde, der zweite von dem herrlichen letzten übertroffen werden wird — dem Tempel, wo Israel Gott in einem wiedergebornen und christlichen Zustande anbeten wird; und der Anfang dieses Vorgefühls drängt ihnen die Ueberzeugung auf, daß sie ihre Grenzmarken verloren haben, ihre Schritte zurück lenken und neuen Grund legen müssen; dann werden sie zu Jesu Christo geführt werden, und der Herr wird kommen zu seinem Tempel und ihn' mit außerordentlicher Herrlichkeit erfüllen. Es ist auch höchst interessant, im Gemüthe zu behalten, daß die Gesellschaft für Israel dies Werk sehr befördert hat durch die Schrift „OldPaths“ (deutsch, der wahre Israelit), durch daSGebetbuch der englischen Kirche in hebräischer Sprache, durch die kleine Kirche auf dem Berge Zion, frei von dem Gepränge und Pomp des Priesterthums, und durch den einfachen Bischof, der in Jerusalem eingesetzt ist. Die Gesellschaft hat einen mächtigen Einfluß auf das jüdische Volk ausgeübt, und deswegen sind wir ihr großen Dank schuldig. Und wir müssen hier besonders bemerken, daß es gerade jetzt, wo es besonders Roth thut, daß es um Jerusalem wohl stehe und daß es unter den Christen nicht in einem üblen Gerüche sei, Gort gefallen hat, den Frieden und die Eintracht in jener Stadt wieder herzustellen und daß

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