Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 9-10 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Westen, Norden und Süden geltend macht? Welch eine wunderbare Veränderung der Gefühle gegen die protestantischen Christen! Welch eine wunderbare Veränderung der Gefühle gegen das Evangelium Christi und unfern hochgelobten Heiland! Wie sprechen sie jetzt mit Hochachtung und Ehrerbietung von ihm, wenn sie ihn auch nicht als ihren König annehmen und als ihren Messias anerkennen! Welch eine Vernichtung der rostigen Ketten des Rabbinismus! Wie bricht der Rabbinismus, wie der Romanismus unter seinem eigenen Gewicht und seiner Fäulniß zusammen! Wie sängt Israel an von den Vätern zu den Großvätern zurückzukehren und von den vermeintlichen Schrifterklärer», welche das Geheimniß mit sinnlosen Worten verdunkeln, zu dem herrlichen Lichte des Lebens selbst! Wir bedürfen keines gemalten Glases oder dunklen Farbenmessers zwischen uns und der Leuchte des Himmels, sondern wünschen sie in ihrem eigenen reinen Lichte zu sehen; und die Juden sehen sie so, und es wird nicht mehr lange dauern, daß sie durch Moses und die Propheten dahin geführt werden, Jesum von Nazareth, den König der Juden, anzunehmen. Ihr habt von dieser Reformation Beweise in eurer eigenen Stadt. Wir haben Beweise davon in Manchester. Ihr dürft nur auf der Nordstraße gegen Cheetham-hill gehen, und ihr werdet zur Rechten und Linken zwei große Gebäude von bedeutenden architektonischen Anforderungen, obschon von gekünsteltem und ausländischem Geschmacke sehen. Ihr werdet finden, daß das eine von dem andern in der Bauart und Verzierung wesentlich verschieden ist. Wenn ihr in das eine geht, werdet ihr es einfach und ohne Schmuck finden; und wenn ihr in das andere tretet, werdet ihr es mit unnöthiger Verzierung überladen finden, nicht sehr unähnlich den Ausschmückungen einiger eurer Hochkirchen hier in London. Und wenn ihr fragt: „Wag sind das für zwei sonderbare Gebäude? zu welchem Zwecke sind sie gebaut?" so werdet ihr finden, daß das eine für den rabbinisch-jüdischen Gottesdienst, das andere für den schriftgemäßen jüdischen Gottesdienst bestimmt ist. Das eine hat den Symbolismus deS finstern Zeitalters bei Seite gelegt; das andere hat ihn mit übertriebener und bethörter Liebe beibehalten. Hier habt ihr hinreichenden Beweis vor euren Augendaß die Juden unter sich selbst