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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 7-8 (1860) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
7-8 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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122 empfindet diesen Mann zu verlieren, an dessen Grabe ich hier stehe. Könnten die Straßen Amsterdams sprechen, wie laut würden ste zeugen von unfern Gemüthsbewegungen, als wir zuerst ängstlich um Licht von oben flehten, als wir täglich stundenlang herumgingen und mit klopfendem Herzen uns mit dem Inhalt des prophetischen Schriftwortes beschäftigten und unsre Gedanken über die Erfüllung desselben austauschten. „Nie werde ich den ergreifenden Moment in der Geschichte des theuren Heimgegangenen vergessen, als wir, mit Thränen in unfern Augen und uns gegenseitig die warme Bruderhand reichend, einander daran erinnerten, wie wir zum ersten Male die Geschichte der beiden Emmauntischen Jünger lasen und in heiliger Freude gleichsam den Weg von Neuem machen und wiederholen konnten, wie unser Herz in uns brannte, da er bei uns war auf dem Wege, und uns auf das hinwies, was von ihm geschrieben steht in Moses, in den Psalmen und in den Propheten. „Werde ich auch je vergessen, was wir gemeinschaftlich für Schmach von der Welt zu tragen hatten, und welche Segnungen und Tröstungen uns von Jesu Christo zu Theil wurden, da wir die Kraft der Versöhnung des Heilandes so reichlich an unfern Herzen erfuhren?" Soll ich je vergessen, oder vielmehr, soll ich je anders als mit Dank gegen Gott mich daran erinnern, was Da Costa mir in jenem schweren Kampfe war, den ich zu bestehen hatte, und wie.der Balsam seiner Liebe Erquickung in meine blutende Wunde goß? Und konnte unser Heimgegangener Bruder für sein letztes Werk: „Das Leben Bilderdyks" kein besseres Motto finden, als die Worte: „Vergesse ich dein" so rufe ich hier bei diesem letzten Lebewohl an dem offenen Grabe meines Busenfreundes aus der Tiefe meines beklommenen Herzens ihm noch nach: „Vergesse ich dein." — Die Juden in Tetuan. Das Aprilheft des Jewish Intelligence enthält einen Auszug aus der Correspondenz der Times aus Tetuan. Wir theilen unfern Lesern denselben mit, damit sie sich von den großen Leiden der armen

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