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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 7-8 (1860) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
7-8 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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121 Charakters, die Quelle seines Wissens. Liebe zu seinem Gott und Heilande war der Kern und Stern aller seiner Ansprachen und aller seiner Schriften, sie erhob sein Herz zu heiligem Ernst und Eifer bei der geringsten Verachtung gegen seinen Messias und König. „Eine seltene Liebe charakterisirte jede Bewegung seines Vaterherzens im häuslichen Kreise; Liebe zu seinem Volke Israel entflammte sein Herz im vollsten Sinne des Wortes zum Gebet für ihr Seelenwohl; Liebe in der That und Wahrheit zu dem Heranwachsenden Geschlecht, das für den Dienst des Herrn erzogen wurde und das sich durch seine Liebe wunderbar zu ihm hingezogen fühlte; Liebe zu seinen Brüdern in Christo zu allen Zeiten und unter allen Umständen ließ ihn weinen mit den Weinenden und sich freuen mit den Fröhlichen. Sehet und erkennet also, wer der war, um den wir trauern. Groß ist daher der Verlust, den wir in einem solchen Mann erleiden; groß für sein Vaterland und das Haus Oranien; groß für die Kirche Christi, die kaum auf einen kräftigeren und treueren Vertheidiger des Glaubens in den letzten vierzig Jahren Hinweisen kann, während welcher Zeit er, wie man sagen kann, sich vor den Riß stellte, und in welchem Kampfe so mancher Feind sein Freund und Mithelfer wurde. Groß ist der Verlust für seine trauernde Wittwe und seine betrübten Kinder, und unaussprechlich und unersetzlich groß für mich. Diejenigen, die seine Lebensweise und seinen Lebensgang kennen, werden mich verstehen, wenn ich sage, daß ich einen Freund und Bruder verloren habe, wie ich seines gleichen auf Erden nicht habe noch wieder haben kann- Zuerst in unserer Kindheit Spielgcnossen, dann gleichzeitige Studenten, beide gleichmäßig eng verbunden mit unserm unvergeßlichen, theuren Bilderdhk, dann gemeinschaftlich gezogen zu den Füßen Jesu in der Wiedergeburt, zugleich auf unfern Knieen liegend, um das Zeichen der Jüngerschaft auf unsre Stirn zu nehmen und als Streiter des Kreuzes bezeichnet zu werden; beide von derselben, wenn auch dem Maße nach verschiedenen Ueberzeugung des Herzens durchdrungen, daß es unser seliges Loos und Privilegium sei, den Heiland vor der Welt zu bekennen und uns nie seines Kreuzes zu schämen. Jetzt werdet Ihr verstehen, was meine Seele

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