Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 7-8 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 Geblüt gestorben wäre und gab in vierzehn Columnen eine Erzählung von seinem Tode und Leichenbegängniß. Gebete und Leichenreden wurden gehalten von reformirten Predigern und anderen Personen.... Wir können hier nur (einen Theil) der Rede des Herrn vr. Cap ad ose geben, eines israelitischen Bruders und Busenfreundes des Verstorbenen. . „Da ruht, sagt vr. Capadose, mit tiefer Rührung, und wird nun bald in die enge Zelle der Verwesung gesenkt werden, die irdische Hülle dessen, um dessen Abscheiden wir trauern und an dessen Bahre wir noch eine Thräne weinen. Aber Er selbst, unser geliebter Da Costa, ist nicht hier; das offene Grab nimmt wohl seine sterblichen Reste auf, aber ein offener Himmel hat seinen unsterblichen Geist unter die Schaaren der Erlösten ausgenommen. Meint Ihr, daß Ihr den theuren Verstorbenen in seiner ganzen Größe kanntet, wenn er vor Euch stand mit seinem strahlenden Auge, in welchem sich das Bild seiner Seele ausprägte, und wenn er mit seiner mächtigen Stimme und begeisterten Zunge die Gedanken seines erhabenen Gemüthes und seines mächtigen Geistes aussprach? „Meinet Ihr, Da Costa in seiner Größe gekannt zu haben, wenn Ihr ihn als den wahrhaft wissentschaftlichen Mann ansahet, dessen Wissenschaft am Baume des Lebens wuchs und eben sowohl über allen Aberglauben als Unglauben triumphirte, wenn er dastand bewaffnet mit dem Schwerte des Geistes, welches ist das Wort Gottes? Oder meinet Ihr, daß Ihr ihn in seiner wahren Größe kanntet, wenn er mit unwiderstehlicher Gewalt Euch Euer eigenes Innere offenbarte und Euch je länger desto näher zu dem Kreuze Christi brachte, dem er beinahe 4V Jahre hindurch mit unerschrockenem Muth diente und den er mit seinem Munde und mit seiner Feder in Wohl und Wehe, unter allen Ereignissen der Kirche und des Vaterlandes, des Freundes und des Bruders, deren Freuden und Schmerzen sein theilnehmendes Herz als eigene empfand, mit einer Ausdauer und Festigkeit verkündigte, die keine Macht des Unglaubens hemmen konnte? „Oder meinet Ihr, ihn in seiner Größe zu kennen, die Ihr ihn sähet in jenen feierlichen Augenblicken, als er den Tod vor