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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 7-8 (1860) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
7-8 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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118 Nachrichten. — Holland — Beerdigung des Herrn vr. Jsaae da Costa in Amsterdam. Unter dieser Ueberschrist lesen wir in der englischen Zeitschrift: Evangelical Christendom vom Monat Juni S. 315 Folgendes: Amsterdam den 14. Mai 1860. — Von dem ersten christlichen Märtyrer heißt es: „es beschickten ihn gottcsfürchtige Männer und hielten eine Klage über ihn." Ein ähnliches Ereigniß fand Donnerstag den 3. Mai statt in der Neuen Kirche (die zwar so heißt, aber schon am Ende des 14. Jahrhunderts erbaut wurde) in der Hauptstadt von Holland, als eine zahllose Menge fast aus jeder der vereinigten sieben Provinzen sich versammelte, um einem großen Dichter, vr. Jsaac da Costa, die letzte Ehre zu erzeigen. Jene Kirche, eine der schönsten Hollands, mag eine beträchtlichere Zahl der sogenannten Großen der Erde ausgenommen haben, als vor beinahe 200 Jahren der Mann in eine ihrer Grüfte versenkt wurde, den die Grabschrift bezeichnet als immenai tremvr Oceani, nämlich der kühne und unerschrockene de Ruyter; aber sicherlich gab es keine solche oder andere Veranlassung in Holland, wo Reiche und Arme, Edle und Unedle, Gelehrte und Künstler, Professoren der Theologie und der Physik eben so wie die Freunde der Wissenschaft sich versammelten, um einen Mann zu ehren, der nicht nur den ersten Platz unter den Poeten und Männern von Genie in diesem Lande einnahm, sondern auch, wie aus seinen in England bekannten Werken erhellt, ein tüchtiger Theologe war, der in demüthigem, herzlichen und lebendigen Glauben an seinen Herrn Jesum Christum stand, den er, ein Sohn Abrahams nach dem Fleisch, als seinen Messias beinahe vierzig Jahre hindurch bekannt und verherrlicht hat, nachdem er im Jahre 1820 zugleich mit vr. Capadose von dem Prediger Lucas Egeling in Leyden getauft worden war. Er starb nach einer fünfmonatlichen schweren Krankheit am Abend des 28. April und er ging so, als eben der jüdische Sabbath endete, in jene Ruhe ein, die dem Volke Gottes vorhanden ist. Am Tage nach seiner Beerdigung erschien die Zeitschrift des „Amsterdamer Herold" mit den Zeichen der Trauer, als wenn ein Fürst von königlichem

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