Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 7-8 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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112 am 17. Februar 1849-von Dr. Gotthold Salomon." Diese Predigt beginnt mit den Worten: „Siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde: spricht der Herr durch den Mund seines Knechtes. Irdisches,. Himmlisches — es soll Alles neu werden. — Meine Brüder! Eine nicht zu stillende, heilige Sehnsucht nach einem bessern, vollkommncrn, glückseligern Zustand ziehet sich durch die Geschichte, der MeiMheit, lebt in den Liedern und Gesängen der Nationen, regt und bewegt sich in jedem Menschenherzen: eö muß, es soll besser werden! Das ist die Stimme des Herrn aus der Höhe, die Stimme des Herrn aus der Tiefe des menschlichen Geistes und Wehens. Und darum kann sie nicht trügen diese Stimme. Und sie hat nicht getrügt! Denn sie ist da, die verheißende (?) Zeit, sie ist im Anzuge und trägt den neuen Himmel in ihrer Rechten und die neue Erde in ihrer Linken." - Der Tert selbst zu der Predigt ist der 126. Psalm, welcher, wie der Redner sagt, „Zug für Zug, geliebte Brüder und Schwestern, unsere Geschichte, unsere Lage, unsere Zustände und Verhältnisse!" enthält, und hier folgen die Theile der Predigt: — „ Auch wir sind überrascht; — Auch wir sind entzückt; — Auch unsere Freude wird erhöhet durch fremde Theilnahme; — Wird verklärt durch den Glauben an die göttliche Vorsehung: — Auch unsere Aussicht in die Zukunft wird immer schöner und Heller." Nachdem der Prediger im 1. Theil gesagt, daß bis 1849 die Bemühungen für „bürgerliche Gleichstellung vergebens" gewesen und Israel nur „einige Erleichterung der schweren drückenden Bürden im deutschen Vaterlande erlangen" konnte, ruft er auö: „Siehe! Da hat der Herr eine neue Erde geschaffen. Siehe! er hat den Geist der Gerechtigkeit, der Weisheit, der Freiheit ausgesendet und der wars, der den (?) Nachtgestalten der Vorrechte, der Vorurtheile und der Sklaverei aus dem Vaterlande vertrieb." Im zweiten Theil: „Auch wir sind entzückt" sagt er unter Anderm: „Doch heute nimmt der Herr die Schmach der Knechtschaft von uns und reicht uns seine und unsre schönste Gabe: das Himmelsgeschenk der Freiheit in vollem Ma'aße. Mit eins sind wir freie Bürger, freie Menschen, ja, freie Menschen, sage ich. Eines ohne das andere ist nicht möglich,