Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 7-8 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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113 meine Brüder. Wer nicht frei ist aiS Bürger — ist auch nicht frei als Mensch!! , Denn in freier Luft sich bewegen können; Speise und Trank zu sich nehmen können; sich eine Hütte bauen und mit den Seinigen darin wohnen können — — das ist nicht menschliche Freiheit; nein, das ist die Freiheit des Thieres, der vernunftlosen Creatnr! Nichts weiter. Mitwirken zum Heile der Menschheit; von allen seHzLir Kräften Gebrauch machen zur Nollendung ber Menschheit; ungefesselt sein in Wort und That, im Reden und Wirken; jedes Amt, jede Stelle im Staate bekleiden können, sei sie noch so hoch, sobald uns Gott nur Kraft und Talent dazu verliehen; in den höher» und höchsten Angelegenheiten nach seiner Ueberzeugung sprechen, leben, sterben dürfen -das, meine Brüder und Schwestern! das, und das allein ist menschliche Freiheit! Die aber hat mit Millionen Nicht- Israeliten Israel bis jetzt entbehrt, schmerzlich entbehrt. — Nun, nun ist sie da; nun ist sie uns geworden, durch die eigenen Behörden uns zugesichert worden!" u. s. w. u. s. w. Wir enthalten uns noch weitere Auszüge zu geben; nur die Anfangsworte des Schlußgebetes führen wir noch an: „Ja und Amen! denn deine Hülfe und deine Huld, o Gott! wirst du uns schauen lassen auf der neuen Erde, die du geschaffen und bereitet hast." Zn einer anderen Predigt, die derselbe Berfaffer bereits am 25. März 1848 hielt und auch im Druck erscheinen ließ unter dem Titel: „Der Ruf des Herrn in der Zeit," ist derselbe Satz, daß mit 1848 der neue Himmel und die neue Erde gekommen sei, schon ausgesprochen, und für solche greuliche und gotteslästerliche Lehre giebt sich der Redner den Schein und das Ansehen, als stehe er unter dem ganz besonderen, unmittelbaren Einfluß des Herrn, indem er ausdrücklich sagt: „was der Herr mir in den Mund legt, das werde ich reden." Man halte nun die beiden Stücke gegen einander, die ängstliche Skrupulosität durch sinnreiche Einrichtung des Elbwasser für die Mikva koscher zu machen, um nur nicht in ungesetzlichem Wasser baden zu müssen und auf der andern Seite diese greuliche Schändung und Verdrehung des Gotteöwortes und sage, ob das nicht eine 8