Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 5-6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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82 dieses Werkes wird verhältnißmäßig leicht sein; aber es wird nicht leicht sein, einen Mann zu finden, der sein Leben so freudig dem Werke widmen und sich so ganz und gar Eins wissen wird mit den Gesinnungen und Interessen der Jerusalemer Mission. „Wir fügen auch einen Auszug aus einem von Bruder Bayley zu gleicher Zeit erhaltenen Briefe bei: „Durch die Nachricht, die Sie in unfern letzten Briefen über die Krankheit unserS theuern Bruders, Dr. Macgowan, erhalten haben, werden Sie auf die Botschaft von seinem Heimgange vorbereitet sein. Die Gesellschaft wird den Verlust schmerzlich empfinden; aber Sie können sich denken, wie viel tiefer uns hier dies Ereigniß berührt, nicht allein wegen seiner Tüchtigkeit als erfahrner und stets freundlicher Arzt, sondern besonders als ein lieber christlicher Bruder und Mitarbeiter im Werke des Herrn. Wir Alle konnten deutlich sehen, wie derHerr seinen Knecht in der letztenZeit für einen höheren Posten zubereitete. Freund Jliewitz sagte mir kürzlich: „„Der vr. scheint seit längerer Zeit in seinem Gemüth mehr im Himmel als auf Erden zu sein. Als ich ihn vor einigen Wochen zu einem Patienten begleitete, sprach ich zu ihm über eine Angelegenheit des Hospitals, an der er, wie ich wußte, großes Interesse hatte; da ich aber zu meinem Staunen keine Antwort von ihm bekam, sah ich ihn an und fand sein Gesicht ganz fröhlich; er aber rief aus: Ich dachte eben darüber nach, welcher großen Wohlthaten und Segnungen wir gewürdigt werden; Christus litt für uns, ist für uns gestorben und auferstanden; welche Wohlthaten!"" Charakteristische Gewissenhaftigkeit. Die Gewissenhaftigkeit gehört zu den Tugenden, die in unfern Tagen leider sehr selten anzutreffen sind. Wir leben in einer Zeit des gepriesenen Fortschrittes, in der man strenge Gewissenhaftigkeit als übertriebene Aengstlichkeit und kleinliche Quengelei belächelt oder bemitleidet. Man bewegt sich nicht mehr in den streng und genau gezogenen Grenzen, sondern das Feld wird immer mehr erweitert.