Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 5-6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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81 von den Arbeitern, die mit Bischof Alexander in der Gründung der Mission in Jerusalem gleichzeitig thätig waren. Mü Ausnahme des Bischofs Gobat ist jetzt kein Arbeiter aus diesem Missionsfelde, dessen Wirksamkeit über zehnJahre hinausginge. Der liebe vr. hatte in seiner letzten Krankheit viele Schmerzen zu tragen, aber er bewies unter diesen Leiden große Geduld und Ergebenheit. Seit seiner Rückkehr aus England gelangte das Werk des Herrn in seiner Seele zu sichtbarer Reife, was sich in der Freude kund gab, mit der er sich über geistliche Angelegenheiten unterhielt, namentlich über die Herrlichkeit Christi, besonders aber in dm kurzen praktischen Anreden, die er von Zeit zu Zeit bei den Gebetsversammlungen hielt, wo er mit einer solchen Salbung und solchem rührenden Ernst sprach, daß Aller Herzen ergriffen wurden. Es ist merkwürdig, daß vr. Macgowan, der ein sehr gebildeter Mann war und eine große Bibliothek besaß, in seiner letzten Krankheit sich ganz und gar nicht um seine Bücher kümmerte; Nichts schien ihm Trost zu geben, als ein einfacher Spruch der heil. Schrift. Er konnte nur sehr wenig sprechen, aber wenn Jemand eine bekannte Bibelstelle ansührte, so wurde er ganz heiter und sprach selbst den übrigen Theil des Spruches. „Bei einer Gelegenheit äußerte ich, daß seine Krankheit sehr heftig sei, seine Lebenskräfte seien offenbar sehr geschwunden, aber das sei keine Schreckensbotschaft für einen Gläubigen, der darnach verlange, mit dem Apostel Paulus sagen zu können: Christus ist mein Leben. Sogleich fügte er hinzu: Sterben ist mein Gewinn; und erschöpft sank er auf sein Bett zurück, vr. Macgowan hat ein großes und wichtiges Werk in Jerusalem gethan, wie Tausende von Juden bezeugen, unter denen sein Name in Ehren gehalten wird, und die auch meinen, was sie sagen, wenn sie ausrufen, daß „„ein Fürst und ein großer Mann in Israel gefallen ist."" „Acht Jahre habe ich in inniger, brüderlicher Bekanntschaft mit ihm gestanden; aber ich erinnere mich nicht auch nur ein einziges Wort von den Lippen unsers verstorbenen Bruders gehört zu haben, daß er sich seines eigenen Werkes rühme, oder die Wichtigkeit dessen hervorgehoben hätte, was er unter den Juden that. Der Anfang mit dem Hospital war eine Schwierigkeit; die Fortsetzung 6