Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 5-6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2554702-2554705--03293-2559188- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
77 Nr. 48 p. 694 col. 2 v. vor. I.) stch bewogen gefühlt hat, Anstände zu erheben, welche dem Dramaschreibenden Rabbiner wenig zur Ehre zu gereichen geeignet find. Daß der Letztere, in seiner Eitelkeit stch tief gekränkt fühlend, darob Rache schnauft — wir brauchend wohl kaum erst zu sagen. Mit gewaltiger Hand ergreift er das Schwert, und hoch zu Rosse sitzend, zieht er nun seinerseits, ein geharnischter, Dramaschreibender Rabbiner, Friedens- und „Volkslehrer", gegen den Herrn Rabbiner-Redakteur Dr. Philippson zu Felde. Wir lassen die Kampfesart hier folgen, um zu zeigen wie Rabbiner für Wahrheit und Frieden kämpfen. Die Leser der „vibrs Emethrt werden selber urtheilen, ob es nicht ein rechtes Werk der Barmherzigkeit ist, die solchen Hirten anvertrauten Lämmer auf die Gefahr, in der sie schweben, aufmerksam zu machen. „Frankfurt a. M., im December. — Ein ernstes Wort an HerrnPhilippson. — Der geehrte Leser mag es uns glauben, daß es ein höchst widerwärtiges Gefühl für unö ist, besser zu verwendende Zeit mit unerquicklichem Hader zu verschwenden und der Welt das unerbauliche Schauspiel streitender Lehrer des Friedens zu geben! — Aber die Keckheit und Anmaßung des oben genannten Mannes geht zu weit, und es hieße sich schwach zeigen und die Sache des Rechtes und der Wahrheit — denn nur für diese haben wir stets die Feder ergriffen — furchtsam Preis geben, wenn wir zu jenes Bramarbas maßlosem Gebahren stille schweigen würden. — Wir müssen daher, so unangenehm und verdrießlich ein solches Geschäft auch sein mag, vor Jahresabschluß mit Herrn Ph. abrechnen. — Wir können die Leser d. Bl. zu Zeugen auffordern, daß wir stets auf die würdigste, maßvollste Weise DaS ausgesprochen haben, was wir da und dort in dem Vorgehen des Herrn Ph. auSzusetzen hatten. Für fehlerlos wird er sich doch nicht halten! — Er, der sich seiner Zeit, ehe er noch gewagt hatte, sich als Rabbiner zu geriren, den bescheidenen Titel „Mazdik harabbim“ (Führer zur Tugend) selbst beilegte, wird doch dieses nicht so verstanden haben, daß er ein makelloses Ideal sei? — Aber Herr Ph. scheint in der That über sich und seine Unternehmungen keinen Tadel vertragen zu können oder aufkommen lassen zu wollen! — Wer nicht für ihn ist, wer sich nicht