Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 5-6 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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. stollschen Urzeit, denn Glaube ohne Liebe verstockt die Herzen, Liebe ohne Glauben schläfert ste ein, nur Glaube mit Liebe überwindet sie und nur Liebe aus Glauben gewinnt sie. Ja laß es offenbar werden unter Juden und Heiden, daß das Kreuz das Panier der Liebe ist, und eine ste alle durch die Allmacht deiner Liebe unter diesem Panier der Liebe. Denn der Sohn deiner Liebe hat stch ja nicht verblutet, damit Juden und Heiden stch noch zweifach und dreifach mehr haßten, als zur Zeit der Scheidewand deö Gesetzes, sondern, daß er beide versöhnte mit dir in Einem Leibe durch das Kreuz, und hat die Feindschaft getödtet durch stch selbst, -und ist gekommen und hat verkündigt im Evangelio den Frieden den Fernen und den Nahen, und hat eine Gemeinde gegründet, die nicht Böses mit Bösem vergelte, sondem Feindesliebe übe, Segen spende und daö Böse mit Gutem überwinde. Gelobt sei Er, der Gekreuzigte und nun hohepriesterlich Thronende, und Friede und Barmherzigkeit sei über Alle, welche, in seinen Fußstapsen wandelnd, daS Evangelium des Friedens treiben, über die Boten, die den Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Amen. So kämpfe» Rabbiner fiir Wahrheit und Recht. Der Herr Rabbiner Leopold Stein in Frankfurt a. M. hat ein „historisches Drama in fünf Acten" geschrieben, genannt „die Hasmonäer". Dieses Drama ist aus der großherzoglichen Rationalbühne in Mannheim wiederholt zur Aufführung gekommen, und zwar einmal in Gegenwart des Herrn Rabbiners. Herr Stein widmete fein Drama der Frau L. M. C. von Rothschild, und erklärte in der Widmung, „eine erhebende Aehnlichkeit" zu finden zwischen den „fünf Söhnen" deö HasmonäerS und den „fünf Söhnen" des ersten Rothschild. (?!) Wir haben uns hier nicht die Aufgabe gestellt, eine Kritik über den Werth oder Unwerth dieses poetischen Werkes abgeben zu wollen, bemerken jedoch beiläufig, daß nicht nur eine hiefige vielgelesene Zeitung den schärfsten Tadel darüber ausgesprochen, sondern auch Herr vr. Philippson („Allg. Z. d. I,"