Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 3-4 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2554541-2554702-2554704--03276-2559170- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
61 antwortete: Wir haben das nicht nöthig, denn wir sind rein; aber Sie, die Sie unrein sind, müssen sich allezeit waschen." Ich — „ Sie sind rein? Warum hatten Sie da die Asche von der rochen Kuh nöthig? warum die vielen Opfer? Warum verheißt der Prophet Ezechiel, daß Gott selbst rein Wasser auf Euch gießen will? Sind Sie reiner als Hiob, welcher sagt: „Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist?" Dann zeigte ich ihnen, wie wir rein werden können, daß das nur geschehen kann durch das Blut Jesu Christi, welches uns rein macht von allen Sünden." Wir lassen noch Einiges aus dem Tagebuche des Herrn Predigers Crawford folgen, welcher von Jerusalem einen Besuch nach Hebron machte. Er schreibt: „August 17. — Ich bin bereits eine Woche hier und habe mein Zelt unter der Eiche Abrahams aufgeschlagen; ich habe noch keinen Versuch gemacht mit Juden zusammen zu kommen; die vollkommene Ruhe ist für meine schwache Brust sehr wohlthuend gewesen. Meine Kiste mit Medicin kam gestern von Jerusalem hier an. Morgen erwarte ich Stern, und hoffe nächste Woche meine Besuche in Hebron zu beginnen." „Wir haben unsere Mußezeit dazu benutzt, die umherliegenden Berge zu besuchen; einige derselben bieten eine ferne Aussicht nach der See, und der Sonnenuntergang ist gewöhnlich sehr schön. Das Thal zwischen hier und der Stadt ist an verschiedenen Orten reich an üppigen Weingärten; aber das Land ist nur theilweise bebaut. Auf den angrenzenden flachen Felsen, oft auch an Orten, die jetzt gar nicht bebaut werden, bemerkten wir alte Weinpressen, deren Größe, verglichen mit denen, die jetzt im Gebrauche sind, die größere Fruchtbarkeit in früheren Zeiten darthun, wo im buchstäblichen Sinne des Worts von den Bergen Wein geflossen sein muß." Den 20. — Stern gelangte gestern Abend hier an, und heute gingen wir zusammen nach Hebron. Wir besuchten —. Die spanischen Juden schienen sich in der That zu freuen, uns zu sehen, denn die Stube war bald voll von solchen. Vielleicht meinen sie, daß der Consular-Agent eine amtliche Entschuldigung hat, wenn er