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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 3-4 (1860) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
3-4 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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60 Mannes widersetzen, da Viele, sowohl von seinen Schülern, als auch von seiner eigenen Familie, Christen geworden find. Ich — „Aber nehmen Sie einmal an, Sie fänden einen Lehrer, welcher ohne Tadel wäre, und bis zu einem gewissen Grade auch seine Schüler, welche seine Lehre streng befolgen, ja daß diese, je treuer sie ihrem Meister Nachfolgen, immer heiliger und gerechter würden, — würden Sie denn nicht gezwungen werden zu schließen, daß der Meister und seine Lehre von Gott sei? Run betrachten Sie einmal das Leben unsers Meisters und seine Lehre, ob Sie irgend einen Fehler oder Makel an jenem oder an Dieser entdecken werden. Er forderte seine Feinde auf, ihn einer Sünde zu zeihen, und sie mußten schweigen. Sein Leben stimmte aufs genaueste mit seiner Lehre überein, und ein jeder, der mit dem Leben und dem Wandel seiner Jünger genau bekannt ist, welche ihm treu nachfolgten, muß ihnen das Zeugniß geben, daß sie der Heiligkeit, welche von dem heiligen Gotte gefordert wird, so nahe als möglich kamen, obschon sie, da sie die Heiligkeit eines vollkommenen Gottes gar wohl erkennen, ihre Mängel und Gebrechen in allen Stücken fühlen, sie mit großer Demuth bekennen, ihn um Vergebung bitten und Hilfe bei ihm suchen, um immer vollkommener und ihm ähnlicher zu werden. Ist eine solche Religion nicht von Gott? Nun das ist die Religion, die wir bekennen und lehren und so viel als möglich auch auszuüben suchen." Er — „Ich wünschte, daß alle Christen so reden könnten; aber Sie wissen, daß es viele eifrige Jünger Christi giebt, welche ganz anders lehren und handeln." „Gut, sagte ich, Abraham hatte zwei Söhne, und einer war ein Jömael; und Isaak hatte einen Esau, und so hat auch Jesus wahre und falsche Jünger. Daher müssen Sie seine Lehre und sein Leben prüfen, und dadurch auch beweisen, welches die wahren Nachfolger dieses göttlichen Meisters find." „Bei unseren abendlichen Spaziergängen hatten wir bisweilen interessante Unterhaltungen mit Juden. So trafen wir eines Abends, als wir an den See gingen, mit einigen jungen Männern zusammen. Ich fragte sie, ob sie beabsichtigten, sich zu baden. Einer von ihnen

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