Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 3-4 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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83 Zeichen, daß manche Schülerinnen unter dem heilsamen Einflüsse des Geistes Gottes stehen. Nach den Briefen des Pastor Valentiner betrug die Gesammtzahl der Pensionärinnen 23, außer welchen noch 8 Kinder am Unterricht Theil nahmen. Zwei Engländerinnen geben englischen Unterricht in dieser Schule, und 2 Aerzte der Judengesellschaft besuchen das Hospital ohne Bezahlung zu nehmen. „Dabei kann ich nicht unterlassen," schreibt der Bischof, „meine Dankbarkeit gegen Gott auszusprechen für das gute Einvernehmen und die Einigkeit in Glauben und Liebe, diezwischen den Geistlichen und den Gliedern der zwei protestantischen Kirchen besteht, die auf dem Berge Zion ihren Gottesdienst halten. Wir erfahren die Wahrheit dessen, was der 133. Psalm sagt: „Siehe, wie fein und lieblich ist es, daß Brüder einträchtig bei einander wohnen." Endlich gedenkt der Bischof noch mit Freuden des Missionswerkes in Abiffynien. Schon vor 4 Jahren hat derselbe 4 Missionare dorthin gesandt, die durch Verbreitung der heiligen Schrift und einfache Predigt des Evangeliums, die Sünder zum Sünderfreunde führen sollen. Die Missionare können viele Beispiele erzählen von der heilsamen Kraft des Wortes Gottes. Namentlich zeigt sich ein Hunger nach demselben unter den Falaschas oder Juden in Abissynien. Sie sprachen wiederholentlich ein Verlangen nach Schulen aus, und nach den letzten Nachrichten besteht bereits eine, die von 25 Kindern besucht wird. Vor einem Jahr hat der Bischof nqch 2 Missionare nebst einem neuen Vorrath von Bibeln und Testamenten hingesandt, an deren Verbreitung der König selbst innigen Antheil nimmt. So „gab er den Kirchenvorstehern Bibeln mit der Weisung, von nun an das Volk darin zu unterrichten." Bei einer Gelegenheit forderte der König die Misstonsbrüder wiederholentlich auf, ihm zu sagen, ob sie an das Evangelium glauben, ja er beschwor sie feierlich; und als diese erwiderten, daß sie es von Herzen glauben und darauf leben und sterben wollen, rief er aus: Nun sind wir an einander gebunden, ihr seid meine Kinder, für die ich sorgen muß. Morgen wollen wir das Abendmahl mit einander nehmen. „Wir schlossen", sagt der Brief, „in jener Nacht ein eigentliches Freundschaftsbündniß mit ihm." Auf diesem Wege hofft der Bischof