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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 1-2 (1860) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
1-2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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20 auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag an-» breche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen." S Petr. 1, IS. Im Glanz und Schein dieses Lichtes ist es uns klar, daß wir uns vor der Hand noch nicht irgend welchen sanguinischen Hoffnungen hingeben dürfen, als werde nun bald die ganze Menschheit und also auch ganz Israel bekehrt werden und so das goldene Zeitalter hereinbrechen. Unsre Aussichten gewähren uns in unmittelbarer Nähe noch keineswegs das Bild eines erwünschten herrlichen Zustandes. Wenn wir auch mit Dr. Ph. übereinstimmen: „Die Bibel ist den neueren Juden abhanden gekommen — sie müssen sie wieder haben wenn wir auch mit Sehnsucht der Zeit entgegen sehen, „wenn sich erst," wie er sagt, „diese schön ausgestatteten Bibeln — der israelitischen Bibelanstalt — durch unsre Synagogen und Schulen verbreitet haben, wenn sie erst in allen Häusern zu finden, wenn die Jugend sie in Händen, das Alter sie lieb hat;" ja wenn auch von Juden und Christen dahin gewirkt wird, daß die Bibel allgemein verbreitet wird und besonders auch in Israels Hände kommt; und wenn selbst die Christenheit allmälich mehr erwacht und ihrer Pflicht eingedenk wird, sich um den Schaden Josephs zu bekümmern und von Herzen für Israels Bekehrung zu beten und zu arbeiten: so erwarten wir in der nächsten Zukunft doch noch keine allgemeine Bekehrung Israels, sondern immer nur noch die Rettung Einzelner, wie der Prophet Jer. 3, 14. nach dem Grundiert sagt: Einer aus einer Stadt und Zwei aus einer Familie. Die Verhältnisse sind nach unsrer Ansicht und Ueberzeugung noch nicht dazu angethan, daß eine so große, selige Umänderung so bald erfolgen dürfte. Vorher und zunächst gehen wir ohne Zweifel einer sehr traurigen und trübseligen Zeit entgegen, die sich einerseits durch das immer lauter werdende Begehren und Verlangen nach völliger Emancipation und Gleichstellung und andererseits durch das je länger desto willigere Gewähren und Befriedigen dieser Gelüste anbahnt. Von Seiten der die Emancipation begehrenden Juden wird ihre, Religion, ihr wesentliches Judenthum, je länger desto mehr verleugnet und zum allerniedrigsten Grade herabgedrückt, zu dem bloßen Gedanken: cs ist ein Gott. Und die willfährigen Christen thun ihrerseits dasselbe

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