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Dibre Emeth · 1860-01-01 · 1-2 (1860) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
16 (1860)
Issue
1-2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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19 in der luth. Kirche Fuß gefaßt hat und daß auch der größte luth. Dogmatiker, Johann Gerhardt, ihr beigetreten ist? — Gott aber leite uns Alle in alle Wahrheit Und in die ganze-Wahrheit! Amen." Nach einer solchen ausführlichen, aus einer luth. Zeitschrift entnommenen Darlegung der Ansichten und Gedanken Luthers über die Bekehrung der Juden, fragen wir den Rec., ob er wirklich „denkt, wie sein sel. Lehrer, der Professor Luther in Wittenberg?" „Denkt" er, „wie Luther" in seinen früher» Jahren dachte und lehrte, so muß er innigen und herzlichen Antheil an der Judenbekehrung nehmen, so muß er „von pietistischem Eifer für die Judenmission brennen;" „denkt" er aber, wie der spätere Luther, so wird er doch nicht in seinem „nüchternen, alltägigen" Jndifferentismus bleiben können, der bloß sagt: „Bekehre die Juden oder lasse sich von ihnen bekehren, wer da will, Hab nichts dawider!" Denn Luther war ein entschiedener Mann in beiden Fällen und das „nüchterne" Alltagsleben war ihm zuwider. Wir können nur nicht begreifen, wie eine solche Recension in der „Zeitschrift für die gesammte luth. Theologie und Kirche" hat Ausnahme finden können; wir begreifen dies um so weniger, da in demselben Hefte ein anderes Schriftchen: „Israels Weg zur Herrlichkeit. Lieder der Liebe in Israels Herz gesungen von Julius Sturm; bevorwortet von Franz Delitzsch," belobend angezeigt ist. Jedenfalls aber ist so viel aus allen derartigen Erscheinungen offenbar, daß der große Gegenstand der im Worte Gottes verheißenen Bekehrung Israels je länger desto mehr die Aufmerksamkeit der Christen auf sich zieht. Werfen wir nach diesem Rückblick auf die Vergangenheit noch einen flüchtigen, kurzen Blick vorwärts in die Zukunft, so haben wir bereits oben überhaupt angedeutet, daß dieselbe allerdings in vielfacher Beziehung in Dunkel gehüllt ist. In anderer Hinsicht jedoch, was das Allgemeine betrifft, wird sie von einem hellen und klaren Licht erleuchtet, nämlich von dem Lichte des Wortes Gottes, von welchem schon der Psalmist sagt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege" Ps. 119, 105.; und von welchem ein Apostel des N. Tst's. schreibt: „Wir haben ein festes prophetisches Wort; und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als 2*

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