Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 1-2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Männer, welche die heil. Schrift nicht als Wort Gottes anerkennen, sondern wir reden hier von solchen, die sich auf das Wort der Schrift berufen, die in dem rechten Geist der Schrift zu stehen und zu leben meinen. Fast als ein Curiosum wollen wir in dieser Hinsicht hier einen Theil einer Recenston des Schriftchens: „Was wir wollen, oder ein Wort über Mission im Allgemeinen und unter Israel im Besonder«!«," — anführen. Wir setzen wohl mit Recht voraus, daß genanntes Schriftchen selbst den Lesern dieser Blätter bekannt ist und können daher ohne Weiteres den Recensenten desselben sprechen lassen. Derselbe sagt: „Auf die Frage: „„Was wir wollen?"" geben die heutigen Abkömmlinge des großen zwinglisch - calvinischen Geschlechts, je nach dem Steigerungsgrade ihrer Heiligkeit, drei verschiedene Antworten: die christliche Kirche wollen die positiv Heiligen in eine freie Gemeine, die comparativ Heiligen in eine polizeiliche Union, die superlativ Heiligen in eine chiliastische Mission verwandeln. Damit hängt ein Umstand zusammen, der noch nicht nach Gebühr gewürdigt wird. In der Christenheit hat von allem Anfänge her die einstimmige Uebxrzeugung geherrscht: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit; bei jenen drei Parteien findet sich, trotz alles sonstigen Zwiespaltes, ebenfalls eine gemeinsame Grundüberzeugung. Uhlich in Magdeburg liefert im Sonntags-Buch"" seine „„Beiträge zur Religion der Zukunft;"" Stier fährt Kalk und Steine nach Halle zum Bau seiner „„Kirche der Zukunft;"" unser.anonymer, superlativcr heiliger Misstonsfreund wartet mit heißem Verlangen auf das tausendjährige Reich der Zukunft. So haben die drei Parteien sammt und sonders dem Glauben der Christenheit an den Weltheiland Jesus, der da ist, war und sein wird, entsagt, und halten mit den Juden die Zukunft für ihren Messias. Das beherzige wohl, wer ein Christ und von den kräftigen Jrrthümern dieser Zeit, von dem Geheimniß der Bosheit unberückt bleiben will!" — Diese Recension findet sich, wie gesagt, nicht in einem rationalistischen Werke oder Blatte, sondern in der „Zeitschrift für die gesammte lutherische Theologie und Kirche, herausgegeben von Rudelbach und Guerike." Wäre das nicht, so müßte man Jemand an den-