Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 1-2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 die das Gottvertrauen und das Bewußtsein des sittlichen Rechts auch dem Schwächsten verleiht. Das Wesen und die Bedeutung seiner Erscheinung ruht vielmehr in der begeisternden und siegreichen Kraft des sittlich religiösen Gedankens, von dein bas ganze Prophetenthum in allen seinen Trägern und Schriften in gleicher Weise erfüllt und durchdrungen ist." Wenn Männer solcher Gesinnung und solcher Grundsätze sich das Missionsvolk zur Bekehrung der ganzen Welt nennen und eine Bibel-Anstalt gründen: so erinnert das unwillkürlich an die Worte Ps. 50, 16. 17: „Aber zu dem Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte, und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?" Und wenn also auch die israelitische Bibel-Anstalt aufs glänzendste zu Stande kommt, können wir doch von unserm Urtheil nichts zurück nehmen. In der bereits erwähnten Beilage zu Nr. 37 der Allg. Ztg. d. I., in welcher Dr. P h. anzeigt, daß die ersten 2000 Thlr. für die Gründung der Bibel-Anstalt eingegangen und voll seien, erinnert er an die Worte, mit welchen er bereits die Eröffnung der ersten Liste der Spenden begleitet habe, und die also lauten: „Jedermann steht ein, daß es sich hierbei nicht nur um eine Sache der größten Tragweite handelt, da es gilt, eine gute israelitische Bibel Allen und Jedermann um den geringsten Preis in die Hand zll geben, in Synagoge, Schule und Haus heimisch zu machen, sondern auch um eine Ehrensache der Judenheit, die, einmal ausgesprochen, zur unbedingtesten Pflicht geworden." Die Gründung der israelitischen Bibel-Anstalt ist also „auch eine Ehrensache der Judenheit," und ob nicht nach diesen Worten Dr. Ph's. selbst der Ehrenpunkt die Hauptsache ist, da er sie sogar durch gesperrte Schrift hervorhebt? Dennoch aber wünschen wir der israelitischen Bibel-Anstalt guten Fortgang, denn von der Verbreitung der Bibel können wir nur Gutes erwarten. Anlangend die Gesinnungen der Christen, die unter ihnen in Absicht auf Israels Lage, Wiederherstellung und Bekehrung obwalten, so ist bereits in den letzten Nrn. dieser Blätter erwähnt worden, daß sich in manchen Regionen ein erfreuliches Interesse zu regen