Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 16 (1860)
- Issue
- 1-2 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 und beseitigt war, benutzte Or. Philippson als einen gewichtigen 'Grund, die von christlichen Gesellschaften überhaupt herausgegebenen Bibeln zu verdächtigen, als seien sie absichtlich verfälscht, als wolle man durch allerhand „tendenziöse Verfälschung" dem Juden das Christenthum einschwärzen und einschmuggeln. Die Nichtigkeit dieser Verdächtigung wurde dem Herrn Rabbiner schlagend und unwidersprechlich dargethan, wie dies in einem besonderen Schristchen, betitelt: „Die Kamez-Kreuz-Frage, oder wie eine der hervorragendsten jüdischen Zeitschriften die evangelischen Misstonsbestrebungen zu verdächtigen bemüht ist. Geschichtlich dargestellt von einem Freunde der Wahrheit. Darmstadt, 1859. In Commission bei Friedrich Würtz."— ausführlich erzählt ist. Als Herr Lr. Philippson endlich nicht anders konnte, als mit großem Aerger und nur ganz beiläufig eingestehen, daß „das Kamez-Kreuz in den neuesten Editionen" der Missionsgesellschaft wieder weggelassen worden sei — womit er denn doch wohl auch wenigstens stillschweigend das Bekenntniß ablegt, es sei keine „tendenziöse Verfälschung" gewesen — griff er besonders die christliche Uebersetzung der Bibel an. Er sagt Beilage zu Nr. 37 der Allg. Z. d. I.: „Wenn nun die Missionsbibeln für den Tert allenfalls genügen, so sind doch ihre Ausgaben mit Uebersetzung gänzlich zu verwerfen. . . Ohne der Missionsbibel einen Vorwurf daraus zu machen, daß ihre Auffassungsweise eine christliche ist, denn dafür geht sie von einer christlichen Gesellschaft aus und hat die Verbreitung des Christenthüms zu ihrem Zwecke — so ist sie doch darum für Juden untauglich und ihre Verbreitung unter den Juden ist von unserem Standpunkte eher schädlich als nutzenbringend. Die Misstonsbibel hat die Lutherische Uebersetzung zu ihrem Grunde, und diese ist voller Jrrthümer, und hat einen Charakter, der nicht der der heil. Schrift ist. . . Die Luther'sche Bibelübersetzung, voller Fehler, hat auch durchaus den Charakter der heil. Schrift nicht getroffen, vielmehr völlig alterirt" ii. s. w. Auf Grund oder Ungrund dieser genannten Uebelstände forderte er dann die Juden aller Länder auf, hilfreiche Hand anzulegen und Gaben an Geld einzusenden, um eine „israelitische Bibel- Anstalt" zu gründen, die das Alte Test, in hebr. Sprache und in