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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 10-12 (1859) · page 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
10-12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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191 Freunde ihre Hände niederfallen ließen. Aber auch darum kann ich um so getroster auf dieses Erfreuliche Hinweisen, weil ich selbst während meiner Abwesenheit vom Orte, mir nichts von dieser Verbesserung zuschreiben kann. Unter den Missions-Brüdern finde ich einen Geist des Eifers und gegenseitiger Liebe. Mehrere neuere Forscher haben sich gemeldet. Das Arbeitshaus ist voll. Zwei Tage nach meiner Ankunft frühstückte ich mit den Zöglingen, mehrere derselben gaben mir die Versicherung, daß ein Gefühl der Eintracht und Freundlichkeit unter ihnen herrscht, über das sie sich nur freuen und wundern können. Bruder Bailey hat eine interessante Anzahl von Knaben in seiner Schule, die große Anhänglichkeit an ihn beweisen. Madame Bailey hat auch eine Vorbereitungs-Klasse kleiner Knaben, die viel verspricht und von den Eltern sehr geschätzt wird. Frl. Cooper ist zurück gekehrt mit frischer Gesundheit und Kraft; ihre nützliche Thätigkeit geht mit unsrer Mission Hand in Hand. Es soll mein ernstliches Bestreben sein, sie nach besten Kräften zu unterstützen, und ich habe hinreichenden Grund zu hoffen, daß die mit ihr getroffene Einrichtung schließlich zur Förderung der gemeinschaftlichen Sache beitragen wird. Wir können freilich nicht sagen, wie weit die gegenwärtigen geistigen Eindrücke sich bleibend und praktisch wirksam erweisen werden, aber das ist unleugbar, daß mächtige geistige Eindrücke unter uns im Gange sind. Ich wünsche keineswegs die Dinge in zu hellen Farben darzustellen; aber Sie haben so reichen Anthcil an unserm Schmerz und Kummer genommen, und es ist daher auch billig, daß Sie Genossen unsrer Freude werden; und unsre Brüder, die mit uns und für uns beten, müssen gewärtig sein, daß besondere Gnadenerweisungen nicht selten ihre besondern Gefahren haben. Satan kann im Augenblick zu Schanden gemacht sein; aber er ist bereit, mit siebenfachem Zorn sein Vorhaben aufs Neue zu beginnen. Eine große Gefahr ist, daß Menschen, wenn sie einen ungewöhnlichen Einstuß der Gnade in sich und Andern gewahr werden, nur zu geneigt sind, mehr darüber zu reden, als sich diesem Einfluß gehorsam hinzugeben. Soll das begonnene Werk gelingen, so muß es mit brünstigem Gebet fortgesetzt und beendigt werben, unter steter Beachtung des ernsten Mahnungsworleö des Heilandes: „Wachet und betet."

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