Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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190 die uns umgeben. Als die große Geldkrisis vor einem Jahre hereinbrach, von der Hunderte und Tausende in diesem Lande und in andern Ländern mehr oder minder betroffen wurden, da sprachen mir mehrere Freunde tn ihren Briefen die Befürchtung aus, daß es jetzt auch unserm Werke an dem Röthigen gebrechen werde. Ich hatte auf solche Befürchtungen nur die eine Antwort: wir haben noch nie Mangel gehabt. Und so ist es geschehen. Wir haben zu keiner Zeit, während aller früheren Jahre, einen größeren Ueberfluß gehabt, als während der 4 oder 5 Monate, die die Geldkrists dauerte. Eben so war es unter ähnlichen Umständen, z. B. während der Zeit der großen HungerSnoth und Theurung 1846 und 1847. Wie könnte es auch anders sein? Der Glaube hat nur mit Gott zu thun, nicht aber mit den Menschen oder den Zeitumständen. Gott aber ist immer reich und immer willig zu helfen allen denen, die auf Ihn trauen." Miffionsnachrichten. — Jerusalem. Auszug aus einem Briefe des Herrn Prediger H. Crawford. Nach einer zu Lande und zu Wasser glücklichen Reise langten wir am 31. März wieder auf unserm Posten an. Durch die beschwerlichen Quarantain-Gesetze waren wir genöthigt gewesen, nach Malta und zurück nach Jaffa zu gehen. Die Seereise hat aber sehr wohlthätig auf mich gewirkt; ich fühle, daß meine Gesundheit kräftiger ist als seit zwei Jahren, und ich muß es als eine große Gnade ansehen, in solchem Zustande meine Arbeit in Jerusalem wieder aufnehmen zu können. Die Tage, die ich seit meiner Rückkehr hier zugebracht habe, kann ich zu den glücklichsten meines ganzen Lebens zählen. Sie sprachen im vorigen Jahre von deutlichen Anzeigen, daß der Herr noch Gutes in Bereitschaft habe für die hiesige Mission, zu einer Zeit also, als ich nichts der Art wahrnehmen konnte; aber jetzt kann ich es erkennen, und ich kann darum um so mehr darauf Hinweisen, weil ich fürchte, daß ein Anflug von Verzagen in meinen Briefen bisweilen Veranlassung gegeben haben mag, daß, unsere