Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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Ich selbst habe 13ya Jahr warten müssen auf Erfüllung einer Bitte um einen ganz bestimmten geistlichen Segen. Tag für Tag habe ich von Anfang an bis jetzt her um diesen Segen gebeten. Zu Hause und auf der Reise, in diesem Lande und in fremden Landen, in Gesundheit und in Krankheit, unter viel Arbeit und Geschäftigkeit habe ich doch, meines Wissens, nicht einen einzigen Tag vorübergehen lassen, wo ich nicht diese Sache vor Gott gebracht hätte; und doch habe ich auch jetzt noch nicht die volle Antwort. Zum großem Theil ist die Erfüllung schon da, aber doch noch nicht in vollem Maaße. Ich erwarte sie aber zuversichtlich, die ganze volle Antwort. Die bloße Thatsache, daß Tag für Tag und Jahr für Jahr diese 13'/s Jahr hindurch der Herr mich befähigt hat, geduldig und gläubig fortzufahren und auszuharren im Glauben für diesen Segen zu beten, ist mir eine hinlängliche Ermuthigung, noch weiter fortzufahren. Und so völlig bin ich versichert, daß Gott am Ende mich vollständig erhören wird, daß ich schon jetzt und schon oft im Stande bin, ihn im Voraus zu preisen für die Erhörung^ die ganze volle Erhörung, die ich am Ende auf mein Gebet für die Sache empfangen werde. Du stehst also, lieber Leser, daß, während ich Jahr für Jahr hunderte, ja tausende von Antworten auf meine Gebete habe, ich auch eben so wie du und wie andere Gläubige in besondern Fällen die Prüfung des Glaubens zu erfahren habe, welche in einer Verzögerung der vollen Gebetserhörung liegt." Noch zum Schluß eine andere Bemerkung aus dem Bericht. „Bei einer Gabe aus Somerset in Süd-Afrika," schreibt der Berichterstatter, „stehst du, lieber Leser, aus wie verschiedenen Plätzen und Welttheilen die Gaben kommen. Nicht bloß aus fast allen Theilen in England, Wales, Irland und Schottland, sondern aus verschiedenen Theilen Amerikas, aus Afrika, Australien und Neu-Seeland, auch von mehreren Punkten des europäischen Festlandes habe ich Gaben empfangen. Das zeigt an, daß der Herr nicht gebunden ist an das eine oder andere Werkzeug, auch nicht an das eine oder andere Land. Und da Er ewig lebt und immer unverändert derselbe ist, so dürfen wir ja erwarten , daß Er auch zu allen Zeiten uns helfen wird, welcherlei auch die Umstände und Zustände sein mögen,