Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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186 düng der beabsichtigten Vergrößerung der Waisenanstalt nöthig ist, nicht blos für 400, sondern für 700 neu hinzukommender Waisenkinder. (Nachdem der Berichterstatter dann weiter erzählt hat, wie ihm täglich die Summen für seinen Baufonds in's Hauö gekommen find, fährt er unterm 17. Februar also fort). So weit ich die Sache übersehen kann, habe ich nun alles, was ich von Geldmitteln für den Bau auch des dritten neuen Hauses brauche, beisammen, so daß ich die Erweiterung der Anstalt auf 1000 Waisenkinder nun zum vollen Abschluß bringen kann. Hier stehe still, geschätzter Leser. Als ich vor 7 Jahren anfing, den Herrn zu bitten, daß Er mir 35,000 Pfund zum Bau der neuen Häuser geben möchte, da wußte ich wohl, wie höchst unwahrscheinlich es sei, daß ich diese Summe erlangen würde, wenn ich die Sache mit natürlichen Augen ansah. Ich bin ein viel zu ruhiger, rechnender, überlegender Mensch, zu sehr gewohnt, alle Schwierigkeiten in Erwägung zu ziehn, als daß ich durch irgend welche Aufregung oder Einbildung mich sollte Hinreißen lassen. Deshalb hatte ich auch monatelang vorher gar nicht um die Mittel zu dieser Erweiterung gebeten, sondern ich hatte den Herrn angerufen, daß Er mir doch klärlich zeigen möge, ob es Sein Wille sei, daß ich in dieser Sache vorwärts schreiten sollte. Nachdem ich aber einmal zu dieser Ueberzeugung gekommen war, war ich auch so fest überzeugt, daß der Herr mir alles geben würde, was-ich bedurfte, als hätte ich das Geld bereits in der Hand gehabt. Es hatte mir zu der Zeit nahe gelegen zu sorgen, und in der That ward zu mir gesagt: wie kannst Zu daran denken, diese große Summe von 35,000 Pfund für den Baufonds zu sammeln, und zu derselben Zeit doch auch alles zu empfangen, was zur Bestreitung der laufenden Kosten des schon bestehenden Werkes erforderlich ist. Die Antwort des Glaubens war: ich weiß nicht, woher das Geld koinmen soll, aber ich weiß, daß Gott, auf den ich traue, im Stande ist, mich mit allem zu versorgen, was ich nöthig habe für die laufenden Ausgaben, und dazu mir auch noch das Geld für den Baufonds zu geben. Als ich vor 12'/? Jahren, ganz gegen alle meine früheren Wünsche und Absichten, veranlaßt ward durch eine unsichtbare Hand, die mir gemietheten Häuser aufzugeben, und das erste