Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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185 mir in so bedeutendem Maße zu helfen; aber Gott wußte zu der Zeit schon, daß Er ihm die Mittel geben würde, und ihn zu einem der vielen Helfer machen, die meinen nach vielem Gebet gefaßten Plan zur Ausführung bringen sollten. Unterm 12. November heißt es: Der lang ersehnte und erflehte Tag war nun herangckommen, wo das Verlangen meines Herzens mir gewährt wurde, und ich im Stande war, das neue Haus für 400 Waisenkinder zu eröffnen. Viel hatte ich gearbeitet in Gebet und in äußerlicher Geschäftigkeit, um vorher alles zu vollenden, was nothwendig war; und nun war alles so weit vorgeschritten, das neue Haus stand fertig zum Gebrauch und wir konnten beginnen, die Kinder in dasselbe einzuführen. Welch eine Freude das für mich war, das wird nur der ermessen, welcher 7 Jahre Tag für Tag und oft mehrmals an demselben Tage um einen Segen gebeten hat und nun endlich den Wunsch seines Herzens erlangt. Jedoch kam dieser Segen nicht unerwartet, sondern ich hatte bestimmt darauf gerechnet, und hatte in der vollen Zuversicht des Glaubens es als zweifellos vorausgesetzt, daß Gott zu Seiner Zeit mir ihn gewähren würde. Dabei muß ich noch erwähnen, daß ich schon vor mehreren Jahren, ja, daß ich schon Jahre lang, ehe ein Stein zu dem neuen Gebäude gelegt war, gleicherweise fast-täglich Gott gebeten, Er möge durch Seine Allmachtshand und durch die Wirkung des heil. Geistes mir Mitarbeiter und Gehülfen für das Werk ausrüsten; und siehe, jetzt, da das Haus fertig war, waren auch die Gehülfen da, waren ganz ohne Schwierigkeit und ohne weitere Bemühung mir zugeführt. So haben die Tausende von Gebeten eine herrliche Ernte auch in diesem besonderen Falle gezeitigt. Also fahre nur fort, lieber christlicher Leser, geduldig auf Gott zu warten, und so gewiß dein Gebet ist zur Ehre Gottes und deinem wahrhaften Wohl, und du im Namen Jesu betest und in dem Glauben, daß Gott dich hört, so gewiß wird die Antwort dir gewährt werden. Es mag sein, daß du lange zu bitten hast, so wie ich in diesem Falle beinahe 7 Jahre, aber die Antwort ist gewiß. Ich erzähle nun weiter, wie es dem Herrn gefallen hat, mich noch ferner mit Mitteln zu versorgen, und wie er zuletzt mir den ganzen Betrag gegeben hat, der zur Vollen-