Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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184 Gottes aufmerksam gemacht wird, oder in denen der Verfasser aber- und abermals versichert, daß dieser Weg des zuversichtlichen Betcns und des harrenden Glaubens der einzig richtige und schristmäßige Weg sei, den ein Christ für sich selber und für das Werk, das ihm anvertraut ist, einschlagen soll. Obgleich diese Bemerkung fich fast zu häufig wiederholt, und dasselbe Thema gar zu oft und mit einer fast geschwätzigen Breite abgehandelt wird, so muß man doch gestehn, diese Berichte haben etwas fesselndes, und man arbeitet sich durch die langen Reihen von Zahlen und Namen mit demselben Interesse hindurch, wie weiland durch die ähnlichen hallischen Berichte unseres Franke. Die Leser werden uns ohne Zweifel Dank wissen, wenn wir einige wörtliche Auszüge aus dem Bericht hier beifügen. Unter dem 18. September schreibt der Berichterstatter: Ich war eben aus dem neuen, für weitere 400 Waisenkinder aufgeführten Hause, wo ich die Wirkung des Gas-Apparats mit seinen 150 Brennern untersucht hatte, nach meiner Wohnung zurückgekehrt, als ich eine Anweisung auf 1000 Pfund (nahe an 7000 Tblr.) empfing, von einem Bruder in dem Herrn, der sein großes Einkommen gänzlich für den Herrn zu opfern wünschte. Er will auf Erden keine Schätze häufen und braucht nur sehr wenig für seine eignen Bedürfnisse. Er schreibt: Mit dem Wunsche, daß unser himmlischer Vater mir helfen möge und nach Anrufung seiner Leitung, habe ich beschlossen, dem Waisenhause mit einer Kleinigkeit zu Hülfe zu kommen, und bestimme die eingeschloffene Summe für den Baufonds. Dazu muß ich (der Berichterstatter) folgende Bemerkung hinzufügen. Als ich mich bewogen fühlte, die Waisenanstalt zu vergrößern, so daß 1000 statt wie bisher 300 Waisen Aufnahme finden könnten, hatte ich durchaus keine menschlichen Aussichten, die Mittel dazu zu erlangen. Aber während ich keine menschlichen oder natürlichen Aussichten hatte, hatte ich Glauben in Gott, und war versichert, daß Er mir durch alle Schwierigkeiten hindurch helfen würde. Und wirklich, Er hat mir eine Schenkung nach der andern zugesandt, und durch große und kleine Summen mich ermuthigt, noch immer weiter und weiter auf Ihn zu blicken. Als ich anfing zu bauen, hatte der eben genannte Geber zwar wohl die Willigkeit, aber noch nicht die Fähigkeit,