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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 10-12 (1859) · page 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
10-12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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183 jetzt durch seine Waisenhäuser und seine sonstigen Anstalten auf ihn aufmerksam gemacht, nicht bloß für die letzteren, sondern auch für ihn selbst Beiträge einsenden. Sie müssen aber immer ganz ausdrücklich als für ihn gegeben, bezeichnet sein, sonst nimmt er sie nicht für sich; selbst dann nicht, wenn es ihm in der Zuschrift freigestellt ist, die Summe oder einen Theil der Summe für sich oder für die Waisen zu verwenden. In solchem Falle wird Alles in die Waisenkaffe gelegt. Die Bedürfnisse der Waisenhäuser mit allem darin angestellten Personal sind denn freilich nicht gering. Jede Woche 200, 306 bis 400 Pfund, also 1000—2000 Thaler. Da klemmt es sich denn wohl bisweilen, und sieht aus, als würde es fehlen, aber doch hat es noch niemals gefehlt. Ja, neben den Summen für die lausenden Ausgaben hat der unermüdliche Beter sich noch einen Bausonvs von 245,000 Thaler zusammengebetet, wovon er neue Grundstücke ankaufen, neue Häuser aufführen, Kapelle oder Betsaal erbauen will u. s. w. In jährlich erscheinenden Jahresberichten gibt er von allen diesen Wundern göttlicher Gnade ausführliche Kunde. Diese Berichte sind sehr eigenthümlich eingerichtet. Sie enthalten wenig von dem, was gethan, waS ausgerichtet, was durch die Anstalten erzielt und bewirkt ist, desto mehr aber von dem, was Gott Methan hat in der täglichen Darreichung der Mittel, und der speciellsten Erhörung grade der speciellsten Bitten. In der Form eines Tagebuches wird fast von jedem Tage durch das ganze Jahr hindurch angemerkt, was eingegangen ist, und woher es gekommen ist. Aber nie ist der Name des Gebers angegeben, nur sein Wohnort, damit nicht, wie der Verfasser sagt, Jemand vielleicht aus weltlichen Rücksichten, um seinen Namen in diesen Verzeichnissen auch figuriren zu sehen, zum Einsenden von Gaben veranlaßt werde. Dabei ist denn auch sehr häufig das Schreiben oder die Bemerkung abgcvruckt, von welcher die Summe' begleitet war, und die besonderen Umstände, unter denen sie ankam, die augenblickliche Verlegenheit, der sie abzuhelfen bestimmt war, die Verwendung, die sie gefunden hat u. s. w. Dazwischen sind dann immer wieder Ansprachen des Verfassers an den Leser eingeschoben, in denen der Leser auf die ergreifenden Wunderwege

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