Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 10-12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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182 regelmäßig wiederkehrender Gaben an, macht auch nicht mal den augenblicklichen Rothstand der Cassa irgendwann bekannt, sondern wartet auf das, was ihm ins Haus gebracht wird. Alle seine Bedürfnisse aber, sowohl die seiner Anstalten als seine persönlichen Bedürfnisse, trägt er Gott im Gebet vor, bittet Ihn um Hülfe, und ist dann vollständig überzeugt, daß es ihm an nichts fehlen werde. Und diese Ueberzeugung hat fich seit 30 Jahren immer wieder bewährt, er bekennt, noch niemals Mangel gelitten zu haben. Früher hatte er ein ordentliches, regelmäßiges Einkommen als Missionar und Prediger des Evangeliums; aber er hat auch das aufgegeben, und hat seitdem keinerlei Firum gehabt, weder als Geistlicher, noch als Hausvater in den Waisenhäusern, noch als Direktor der Anstalt für Verbreitung der Bibelkenntniß. Auch von keiner anderen Seite her war ihm irgend eine Quelle eines ständigen und geordneten Einkommens geöffnet. „Aber, schreibt er, während dies alles fehlte, hat Gott während dieses ganzen langen Zeitraums mich reichlich mit allem versorgt, was ich für mich und meine Familie brauchte; ja, hätte ich mit aller Macht nach einem guten Einkommen gestrebt, so würde ich, menschlich zu reden, noch bei weitem nicht so viel gehabt haben, als es ihm gefallen hat, mir ungesucht zu geben. Fürwahr, ich diene einem gütigen Herrn. Nie hat es mich gereut, diese Art deS Lebens angenommen zu haben, und je länger ich auf diesem Wege einhergehe, desto leichter, erquicklicher und ersprießlicher für meine Seele finde ich ihn. Ich muß dabei noch bemerken, daß, als ich vor Sä Jahren diese Anstalten zu gründen anfing, die natürliche Aussicht für mich war, daß dies Werk, weit entfernt, meine eigenen Geldmittel zu vermehren, sie vielmehr vermindern würde; daß das Werk selbst mir bedeutende Kosten auferlegen würde. Aber wie ist's gewesen? Das Werk hat allerdings Ansprüche an meine Börse gemacht, aber der Herr mein Gott hat meine Börse immer gefüllt erhalten, und hat es so gefügt, daß gerade durch die von mir gegründeten Anstalten und in Verbindung mit ihnen, desto reichlichere Zuschüsse zu meinem Haushalt gegeben wurden." Die Sache ist natürlich die, daß Freunde in der Nähe und Ferne, die sonst von der Existenz des Georg Müller vielleicht nie etwas gewußt hatten,