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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 10-12 (1859) · page 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
10-12 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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176 die „Allgemeinheit" der Bekehrung Israels und ihre Rückkehr nach dem gelobten Lande zu stark betont wird. Man lese nur die folgenden Verse, auch aus die Gefahr hin, daß man durch dieselben bedenklich gemacht wird in seiner bisherigen Meinung. — Nach unsrer Meinung „müssen nothwendig Juden gemeint fein,, und zwar schon aus dem einfachen Grunde, weil die „Bürger zu Jerusalem" zugleich „Haus Davids" genannt werden. Hengstenberg sagt in seiner Christologie zu der Stelle: „Auffallend ist es auf den ersten Anblick, daß hier, wie Cap. 13, 1. nur das Haus Davids und die Bewohner Jerusalems genannt werden, nicht Judah. Es erklärt sich dies aber aus dem bei de» Aelteren häufig vorkommenden Gebrauche, die Theokratie durch ihren Hauptsttz oder Mittelpunkt, Jerusalem oder Zion zu bezeichnen. Diesem Gebrauche konnte sich der Prophet hier um so eher anschließen, da der frühere Gegensatz zwischen Jerusalem und Judah hier nicht mehr stattfand, da in Bezug auf die Ausgießung des Geistes, nicht wie in Bezug auf die Errettung, eine Verschiedenheit bestand, die ihn wie dort zu einer Trennung auffordern konnte. Auch in dem ersten Thsile ist mehrmals nur von Jerusalem die Rede, während der Prophet doch die ganze Theokratie vor Augen hat. So z. B. Cap. 3. 2." Und der alte ehrwürdige Stark umschreibt in seinem Bibelwerke die ersten Worte der besprochenen Stelle also: „ Aber über das Haus David und über die Bürger, Einwohner, zu Jerusalem, ja über alle Geschlechte und Stämme Vers 14. will ich" u. s. w. — Man beruft sich, wie schon oben bemerkt wurde, so gern auf klare Aussprüche des Wortes Gottes, und wermöchte das mißbilligen? Man schreibt und spricht so viel davon, daß man doch dem Worte Gottes die Ehre geben, die Wahrheiten., die so klar vor Augen liegen, anerkennen solle, auch wenn sie unfern Ansichten und Meinungen entgegen sein sollten, und wer möchte darin etwas Unbilliges und Ungerechtes finden? Man geht wohl auch noch weiter und fällt lieblose Urtheile über die, die anderer Meinung und Ansicht sind, wenn es aber zum Treffen und Klappen kommt, verfällt man in denselben Fehler, dem klaren Worte der Schrift nicht die Ehre zu geben, sondern sich dasselbe zu deuten und zurechtzulegen, bis es paßt, und

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