Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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14* Psalmen, nach Hause, während meine drei Freunde und ich langsam folgten. Ich sagte nun zu ihnen: „WaS für Nutzen hat alles dies für den Tobten? Sagen Sie mir, in welchem Buch der Bibel ist eine solche Beobachtung vorgeschrieben? nach meinem Dafürhalten ist es ganz gegen daS Wort Gottes. Dies methodische Küssen des Grabes, das Miethen von Leuten um besondere Gebete anstatt Anderer herzusagen und die ganze Anordnung für einen solchen Tag, sind klare Zeichen, daß Sie weit von dem Standpunkt entfernt sind, auf welchem David stand, als er bei Betrachtung der Kürze und Nichtigkeit des menschlichen Lebens ausrief: Nun, Herr, weß soll ich mich trösten? ich hoffe auf dich. Weil ich jedoch bei dieser Gelegenheit nicht wünschte zu genau in den Geist und das Sündliche solcher Grab-Ceremonien einzugehen, so lenkte ich ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Art und Weise des Gebets, die uns die heilige Schrift als den neuen und lebendigen Weg bezeichnet, welchen der Messias für uns zubereitet hat durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch. Als wir den Hügel herabgingen und ich eine Bibelstelle nach der andern anführte, die alle auf das Lamm Gottes hinwiesen, wurde unsere Unterhaltung plötzlich unterbrochen, indem ein engl. Prediger nebst einem andern Freunde uns begegnete. Eben derselbe schreibt von einigen Unterredungen mit Juden: In einem interessanten Kreise von jüdischen Zuhörern, die sich in einer Straße um mich gesammelt hatten, denen ich Büße und Vergebung der Sünden durch Jesum Christum verkündigte, bemerkte ich besonders einen alten Juden, der mit gespannter Aufmerksamkeit dem Gespräche folgte, das über eine Stunde dauerte. Als ich mich dann schon ziemlich von jener Menge entfernt hatte, sähe ich diesen alten ehrwürdigen Juden mir Nachfolgen; ich redete ihn an und sagte: Nun, mein lieber Freund, was denken Sie von unserm Gespräch? Gehen Sie gefälligst mit mir nach Hause, war seine Antwort, da wollen wir weiter sprechen. Wir machten einen ziemlich langen und eher gefährlichen Weg bis wir über Steine und Ziegel in seine Wohnung kamen. In einer ärmlichen Hütte ohne Fenster, mit einer einzigen Oeffnung, die als Ein- und Ausgang dient, und durch welche zugleich einiges Licht eindringt, saßen sieben Knaben auf dem