Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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137 Bildung aller Bewohner unserer Stadt sein, ohne Unterschied des Standes, der Geburt, vor Allem des Glaubens und der Religion."" Ja, ihr Namenchristen, hebt nur den Unterschied, „vor Allem den des Glaubens und der Religion" auf, wischt ihn nur hinweg, erklärt nur, daß Ihr Euch Eins wißt mit den Reformjuden; sie werden Euch dafür „humane und tolerante" Herren nennen; sie werden Eure Worte als „bedeutungsvoll" rühmen und loben, wie sie denn, leider, nur in trauriger Weise „bedeutungsvoll" sind; aber in demselben Athemzuge werden sie Euch und Eure Kinder für Götzendiener erklären, wie dieser Berichterstatter gethan, mit denen sie weiter keine Gemeinschaft haben wollen, als soweit sie „Bortheil" davon ziehen; sie weisen Euch für Eure und trotz Eurer Christus-Verleugnung doch aus Ihrer Glaubens-Gemeinschaft heraus zu Eurer gerechten, aber desto größeren Schmach und Schande. Doch wir wollen diesen Artikel, der schon viel länger geworden ist, als es beabsichtigt war, hier schließen. Beweise, wie die Allg. Zeitung des Judenthums „Wahrheit, Recht und Liebe übt, liefert sie treu und reichlich; man sehe z. B. auch die Artikel an, die in dem vergangenen Jahre über den Hamburger Kirchentag, über den Mordanfall auf den Prediger Schwarz in Amsterdam u. s. w. erschienen sind, nicht zu gedenken der lieblosen, bittern und lügenhaften Ausfälle auf die Mission. Uns soll dies weiter nicht beirren, wir können nur Feigen von einem Feigenbaum, Trauben nur von einem Weinstock erwarten, nimmermehr aber Trauben von einem Dornstrauch und Feigen von den Disteln. Zuerst muß das Reformjudenthum zur biblischen Wahrheit, zum biblischen Recht, zur biblischen Liebe, mit Einem Worte zur biblischen Religion zurückkehren, dann, und nicht eher, können wir erwarten, daß sich reine Wahrheit, wahres Recht und echte wahre Liebe auch auf den Lippen und im Leben kund geben wird, in Worten und Werken. Jetzt gilt noch, was Jes. 1, 24—27. geschrieben steht: Darum spricht der Herr Herr Zebaoth, der Mächtige in Israel: 2 wehe, ich werde mich trösten durch meine Feinde; und mich rächen durch meine Feinde; und muß meine Hand wider dich kehren, und deinen Schaum aufs lauterste fegen, und alles dein Zinn wegthun; und vir wieder Richter geben,