Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Meinung als auch als praktischer Lebensrichtung und den Angriffen anderer Confessionen offensiv und defensiv zu begegnen." Wenn demnach die jüdischen Prediger „ offensiv und defensiv " gegen die andern Confessionen und gegen alles Heidenthum predigen, maßen sie sich da nicht an, über uns und unsre Religiosität zu Gerichte zu sitzen? Ist es etwas Anderes als solche Anmaßung, wenn wir und unsere christlichen Kinder noch in diesem Jahre 185S für Götzendiener erklärt werden? In Nr. 14. Seite 202 der Allgemeinen Zeitung des Judenthums wird in einer „Privatmittheilung" erzählt, daß in „Pr. Stargardt ein neues städtisches Schulgebäude" erbaut worden sei, in welchem auch besondere, „geräumige Zimmer für die israelitische Religionsschule eingerichtet seien." Darauf fährt der Berichterstatter also fort: „Und es ist wahrhaft erhebend, zu sehen, wie unsere Kinder beim Ertönen der Glocke zum Religions-' Unterricht aus den verschiedenen Klassen der Simultanschule, wo sie von 6 Lehrern den Unterricht in profanen Gegenständen erhalten, den drei Klassen ihrer Religionsschule zuströmen, als wollten sie ben: prophetischen Ruf beherzigen : — Mögen die Kinder anderer Nationen wandeln im Namen ihres Gottes, wir wollen wandeln im Namen des Ewigen unseres Gottes immerdar. (Micha 4, a.)" Sind wir Christen also in den Augen der heutigen Reformjuden etwas Anderes als Götzendiener? Und ist es noch fraglich, ob sich diese Herren „anmaßen," über unsere Religiosität zu Gericht zu sitzen?" Ist also das die Ausübung der „Wahrheit," daß sie sagen, sie hätten sich nie dergleichen angemaßt? Ist das die Ausübung ihres „Rechts?" ist das ihre „Liebe," mit der sie ihre Mission treiben, daß sie erklären: Mögen die Kinder anderer Nationen wandeln im Namen ihres Gottes, was kümmert das uns? Und diese „Liebe" spricht der Berichterstatter gegen uns Christen gleichsam als dankbare Vergeltung aus; denn er hat am Anfänge seiner „Privatmittheilung" den Herrn Bürgermeister von Pr. Stargardt, als „human und tolerant" bezeichnet, weil er „bei Gelegenheit der Grundsteinlegung" des betreffenden „Schulgebäudes" unter Andern, folgende „bedeutungsvollen Worte" gesprochen: „„Dies wird unter Gottes Beistand eine Pstegeanstalt geistiger und sittlicher