Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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126 der Menschen gestaltet er sich zu Schwefel. Nicht die Schlange, das Bild der bösen Begierdenin uns, tödtet, sondern die Sünde! — so lautete der mahnende Ruf des. großen R. Chanina b. Dosan an seine Schüler. Alles schuf Gott, so lehren sie mit vielem Nachdruck, nur nicht die Falschheit und das Unrecht, denn also heißt es : der Schöpfer, vollkommen ist sein Werk (5 Mos. 32, 4.)—- Der Ewige ist der Gerechte, in seiner Mitte geschieht kein Unrecht (Zephania 3, 5.) — Fern sei von Gott der Frevel! (Hiob 34,10.)"... „Das Gute, so heißt es ferner, erfolgt bald, doch das Böse nicht eher, bis der Mensch sündigt."... „Aber sie begnügen sich nicht blos, um uns im Allgemeinen die Wahrheit aufgestellt zu haben, daß der Mensch selbst die Quelle des Bösen und Guten ist, sondern sie gehen darin noch weiter, um uns zugleich speciell die Ursachen aufzuzählen, mittelst deren wir allein zum Boden alles Bösen in und außerhalb unS werden. Verblendung, Mangel an Einsicht und Beurtheilung, böse Gesellschaft und unsere eigene Sündhaftigkeit werden als die Ursachen aller bösen Erscheinungen angegeben." .. „Die Gerechten sind sich und Andern zum Heil, aber die Frevler gereichen sich und Andern zum Bösen. Keine Strafe wird über die Welt verhängt, als nur zur Zeit, da Frevler in der Welt sind. Den, Beweis hiezu? — nicht in weiter Ferne suchten sie denselben; die Geschichte selbst, die vielsprechende Geschichte des jüdischen Volkes, weshalb der Staat unterging, der Tempel zerstört wurde — Israel in Gefangenschaft gerieth, wurde als Zeuge hierzu angerufen." . . „Eben so verständlich ist deren Nachweis, wie nicht blos die Sünden außerhalb unser, sondern auch die in uns selbst der Ursprung des Bösen und die Quelle alles Verderbens wurden." . . „Eril wird verhängt über die Sünden des Götzendienstes, der Unzucht, des Mordes und der Vernachläßigung der Feier des Erlaßjahres." — Ohne weiter Etwas über die angeführten Sätze zu sagen, fragen wir nur: Wie stimmt diese Darstellung „der Weisen des Judenthums" mit vr. Ph's. Missionstheorie, der Israel nicht in Folge der Versündigung als Strafe, sondern nur als auserwähltes Misstonsvolk zum Wohl der Menschheit zerstreut sein läßt, um den Monotheismus zu verbreiten? Ueherdies geht aus dem Angeführten