Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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machen kann, wie der Verfasser in seinem Aufsatze gethan, der bat eben damit den klarsten und vollständigsten Beweis abgelegt, mit welcher „Thatkraft seines Armes" er „Wahrheit, Recht und Liebe" im „Leben" übt. Wollen wir uns nach weitern Beweisen dieser „Thatkraft" umsehen, so dürfe» wir nicht weit und lange suchen, fast jede Rr. der genannten Zeitung bietet reiches Material dar. — Es ist in diesen Blättern schon wiederholentlich angeführt worden, daß vr. PH. die Lehre von dem Sündenfall des Menschen leugnet. Thäte er dies, wie es leider in , unfern Tagen Viele thun unter Juden und Christen, daß er damit seinen individuellen Dissensus, seine eigene Abweichung von der Lehre des Alten Testaments und der Lehre des Rabbinismus, oder seinen Widerspruch gegen die Lehre der israelitischen Religion in diesem Stück bezeugte: so könnte man. weiter nicht mit ihm rechten. Aber der Herr Rabbiner tritt hier nicht als Privatmann auf; die Allgemeine Zeitung des Judenthums will ja eben die echte, reine israelitische Religion darstellen, wie sie je und je gewesen. Demnach müßte doch die Lehre vom Sündenfall des Menschen weder in der Bibel noch im Talmud gefunden werden; wird sie aber in diesen beiden Werken gelehrt und von Dr. PH. geleugnet, wo ist dann die „Wahrheit," die sich alö „die Thatkraft seines Armes" kund giebt, die „in seinem Geiste und auf seinen Lippen lebt?" Zum Erweise, daß er den Sündenfall leugnet, wollen wir bloß die Worte anführen, die wir bei einer.frühem Gelegenheit aus seinem „Peßachworte,, kennen gelernt haben. In demselben sagt er wörtlich: „Er— Gott — hat diese Menschenwelt geschaffen, theils wie er den Menschen selbst schuf mit diesem Triebe zur Geselligkeit, mit dieser Rothwendigkeit der Gesellschaft, mit diesem Hang zur Persönlichkeit in Eigenthum und Geltung, mit diesen Leidenschaften und Begierden." Das ist doch klar gesagt, daß der Mensch so aus der Hand Gottes hervorgegangen ist, wie er eben ist. „Die Leidenschaften und Begierden" zu lügen und zu trügen, zu stehlen und zu morden sind ihm von Gott selbst anerschaffen. Wir enthalten uns, Beweise aus der Bibel anzuführen, daß eine solche Lehre die frechste Lüge und greuliche Gotteslästerung ist; aber wir wollen dieser Ph'schen Ansicht einige Sätze aus den