Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 6-7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Hilfe aus Zion über Israel käme! Sie find sehr lange ein Spott und Sprichwort unter den Heiden gewesen."" Herr Prediger Lowe brachte die folgende Resolution ein.: „Daß die Gesellschaft nach Ablauf des ersten Jubiläums, beim Beginn ihrer Arbeiten alle Freunde Israels um lebendigere Theilnahme an diesem Werke ersucht, und für -die Leiter desselben um die Weisheit und Gnade bittet, die zur Ausführung ihres Berufes erforderlich ist; daß ferner Alle, die an dem Werke Theil nehmen , das alte Volk Gottes mit dem Evangelio bekannt zu machen, es sich angelegen sein lassen möchten, überall unter denen, die sich ihrer hohen Verpflichtung gegen Israel noch nicht bewußt sind, dieses Bewußtsein ihrer Pflicht und ihres Vorzuges an diesem Werk der Liebe zu wecken." Herr Prediger Lowe sagte unter Anderem: „Zn diesem und jedem andern Lande, besonders in den protestantischen, werden die Juden nicht behandelt, wie sie nach den Mittheilungen des Vorredners im Osten behandelt werde». Wir schenken den Erzählungen, die unsre Väter noch glaubten, keinen Glauben, daß die Juden Kinder stehlen um sie zu tödten und ihr Blut zu gebrauchen: Und wenn auch noch viele Protestanten Abneigung gegen den Juden haben oder ihn hassen und verachten, so können wir doch nicht sagen, daß sie es bloß deshalb thäten, well er ein Jude ist. Diesen Fortschritt verdanken wir großentheils den Bemühungen der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des ChristenthumS unter den Juden. . .. Dies ist von Wichtigkeit, denn sicherlich ließ sich nicht erwarten, daß die Juden das Evangelium von uns annehmen würden, so lange sie den Eindruck und die Meinung von unS hatten, es gehöre zum Wesen des Christenthums, den Juden zu hassen. Dafür müssen wir dankbar sein, und hätte die Gesellschaft weiter Nichts gethan, als die Christen gelehrt, den Juden nicht zu Haffen, weil er ein Jude ist; und die Juden belehrt, daß daS Christenthum nicht sagt, man sollte sein Volk hassen, so wäre wahrlich die Arbeit von Sv Jahren nicht umsonst. Aber mit dieser Veränderung der Gesinnung ist eine große Verantwortlichkeit eingetreten. Lasset uns zusehen, daß unsere freundlichen Gesinnungen gegen den Juden auch einen entschiedenen christlichen Charakter