Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 6-7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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gesammelt werde». Ihre Strafe ist eine sehr hark gewesen. ES sei mir erlaubt Einiges aus einem Briefe mitzutheilen, der eine Nachricht enthält, wie grausam die Juden im Osten behandelt werden. Der Brief ist von dem Herrn Prediger Isidor Loenthal aus Peschawer an Major Couran geschrieben^ Der Schreiber sagt: „„Ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß ich innigen Antheil nehme an den Juden in Centralasten. Ihre Lage scheint in jenen Ländern in jeder Hinsicht traurig zu sein. Untertreten, gedrückt und gemißhandelt beten sie zweimal im Laufe des Jahres — nämlich zu Ostern und am Schluß des Versöhnungstages — auf eine höchst rührende Weise: „Dies Jahr hier, im nächsten in Jerusalem." Vor einiger Zeit begegnete mir ein Jude aus Buchara. Er erzählte mir, daß stedort ärger behandelt würden als die Hunde; wenn sie von den Muhamedanern insultirt oder geprügelt werden, so dürfen sie sich nicht vertheidigen oder ein Wort dagegensprechen; ihr Zeugniß wird nicht angenommen, aber Alles, was gegen sie vorgebracht wird, hat Gültigkeit ohne allen Beweis; sie werden gegeißelt, gepfändet, ins Gefängniß geworfen unter den nichtigsten Vorwänden; und Viele, fügte er hinzu, werden Muhamedaner, um der Tortur und einem ungerechten Todesurtheil zu entgehen. Vor einigen Jahren wurde die ganze Bevölkerung von Mesches gezwungen Muhamedaner zu werden. Sie waren angeklagt einen Hund an dem muhamedanischen Feiertage, um denselben zu verhöhnen, getödtet zu haben, sie wurden daher der Wuch des Pöbels preisgegeben. Die Soldaten brachen in ihre Häuser, plünderten und tödteten eine Menge Juden. Die übrigen wurden wie wilde Thiere gejagt und um ihr Leben zu retten, wurden sie Muhamedaner. Der letzte Europäer, der in jenem Lande reiste, fand ihre Synagogen verlassen und zertrümmert, und die Juden besuchten aus Furcht sehr oft und viel die Moschee des großen Heiligen, den sie dort haben , Imam Rena. Ihre Kinder müssen sie zu den Priestern schicken, um den Koran zu studiren, während ihnen verboten ist, die hebräische Sprache zu lehren. In jenen entlegenen Gegenden kommen Dinge vor, die das Blut der Mristen gerinnen machen, von denen man aber selten dt Indien, «och seltener in Europa etwas erfährt. O, daß die