Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 6-7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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reichen Segen bringt. „Wünschet Jerusalem Glück, rsmüffewohl gehen denen,diedichlieben." Ich glaube, eskannsichNiemand an der Bekehrung Israels betheiligen, ohne auch sofort Segen für feine eigene Seele davon zu genießen. Es ist ein Segen für unsre Familien: Die Verheißung an Abraham, daß in ihm alle Familie» der Erde gesegnet werden sollten und: ich will segnen-die dich segnen, ist noch nicht zurückgenommen worden. Dies Werk ist ein Segen für unsre Gemeinden. Einer, der in dieser Beziehung reiche Erfahrung batte, legt das Zeügniß ob, daß es war wie Leben von den Todten für seine Gemeine, und diejenigen, welche den Gegenstand ihren Gemeinden Vorhalten, eröffnen ihnen ein neues Licht und ein Interesse an dem Worte Gottes, das ihnen bisher verborgen war. Die Juden haben aber noch einen höher« und wichtigeren Anspruch an uns, und das ist der, daß sie die Geliebten Gottes und seines Sohnes sind. Als der gute alte Simeon in Cambridge auf seinem Sterbebette lag, besuchte ihn ein Freund, der für das Werk der Bekehrung Israels aus seiner Kanzel gesprochen und der Kirche Englands ihre Unbekanntschaft mit den gerechten Ansprüchen Israels vorgehalten hatte. Simeon führte darauf die Stelle beim Propheten Jeremias Kap. 12, 7 an, die nach dem Hebr. heißt: den Gegenstand der Liebe meiner Seele oder wie es die Engl. Ueberfetzung giebt: die thouer Geliebte meiner Seele habe ich in die Hände ihrer Feinde gegeben. Sie sind die theuer Geliebten des Herrn z das ist Israels Anspruch, das ist Israels Herrlichkeit. Gott der Herr hat sie gestrafts und für eine Zeit dahingegeben; aber sind sie darum nicht die. Geliebten? Der Vater, der nach wiederholten Warnungen endlich seinen widerspenstigen Sohn aus seinem Hause jagt, mag ernst erscheinen; wenn du aber den Vater genauer betrachtesi, wenn du sehen könntest, wie er betet, ringt, weint um dieses widerspenstige Kind, so würdest du sagen, daß grade der verlorne Sohn sein innigstes; und zartestes Mitleid erführt. Und das ist der Fall bei Gott in Bezug auf Israel; denn seine Gaben und Betufung mögen ihn nicht gereuen. Er hat Israel erwählt: Jöraeh ist fein liebes Kind, - Md uns ist eS vergönnt, das zu thun, was ihm wohl gefällt, nämlich h<khin zu srbeiten, daß fie zur Heorde seineS üeben SoHneS