Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 6-7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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sie auch sind und waren, so kanrr ich doch keinen einzigen Grund aufstnden, -u?glauben, daK das natürliche Herz des Juden schlechter wäreals daS des Mchtjuden. Eben so meint man, daß in geistiger Beziehung man viel weniger vom Juden hoffen und erwarten könne, als vom Richtjuden. Aber auch das ist ein großer Jrrthum." Nachdem der Bischof darauf hingewiesen, daß ein reicheres Maß von Glauben erforderlich ist, der sich an das Wort und die Verheißung Gottes hält, kommt er auf den andern Gegenstand, den die Resolution empfiehlt: „mehr Gebet." Darüber sagt er z. B.: Ich las kürzlich ein Werk über die Erweckung in Amerika; dasselbe hat den Titel: „Die Kraft des Gebets." Unter Andern machte eine Erzählung, Überschrieben : „Gieh es nie auf" — einen tiefen Eindruck auf mich. Eine Familie nämlich pflegte sich im Gebete zu vereinigen für einige andere Mitglieder der Familie, die noch im Unglauben verharrten. Obgleich die bekehrten Beter keine Antwort auf ihr Gebet erhielten, blieb es doch ihr Losungswort: „Gieb es nie auf." Und grade das ist es, was uns noch thut in Bezug auf die Bekehrung Israels; laßt uns das Gebet nie aufgeben, und nicht ablaffen zu Gott zu rufen, bis er Jerusalem setze zum Lobe auf Erden. Lasset uns den Herrn immer erinnern an sein Volk. ES ist wahr, wir haben besondere Verheißungen für Israel in der Zukunft, wir dürfen aber nicht vergessen, daß, obgleich der Herr diese Verheißungen gegeben hat, er auch sagt, er wolle um dies Alles gebeten sein und daß eS darum unsre Pflicht ist, mit Gebet um diesen Segen anzuhakten. Reben den Mitteln, die Gott uns gegeben hat und die wir anwenden, dürfen wir das Gebet nie unterlassen und müssen stets bedenken, daß die Anwendung von Mitteln ohne Gebet ungöttliche Vermessenheit ist, und auf der andern Seite, Gebet ohne Anwendung von Mitteln nur Aberglaube. Wir müssen das zufammenlaffen, was Gott zufammengefügt hat. Hat er uns berufen zu seinem Werk, ihm den Weg zu bereiten, das Evangelium zu verkündigen, beginnend mit Jerusalem, so sollten wir nun zugleich auch beten, und dann können wir erwarten, daß Gottes Segen uns nicht fehlen wird.". . „Wenn man mich fragen sollte, welche Ermunterung haben wir für die Erhörung unsers Gebets » so würde-ich nicht bloß darauf-hin»