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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 4-5 (1859) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
4-5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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75 erdulden hatten, als auch die hinlänglichsten Beweise, daß die Anklage grundlos war. Der „Bericht des Herrn G. W. Pieritz"*), welcher Damaskus zur Zeit, als die Verfolgung so grausam wüthete, besuchte und die besondern Umstände, welche mit der Anklage verbunden waren, sorgfältig untersuchte, und eine Broschüre von dem Herrn Prediger Or. M'Caul**), in welcher er das Publikum daran erinnerte, daß die ersten Christen desselben Verbrechens angeklagt worden seien, trugen viel dazu bei, die Sache ins rechte Licht zu setzen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Anklage, welche in den ersten Jahrhunderten der Kirche gegen die Christen vorgebracht wurde, und die man später als Vorwand zur Verfolgung der Juden brauchte, ihren Ursprung in der profanen und unreinen Einbildung der Heiden hat. Sie waren gewohnt, besonders in Canaan und Phönicien, menschliche Opfer darzubringen und Menschenblut zu gebrauchen, und daher wurden sie bald verleitet, diese Beschuldigung gegen die ersten Christen vorzubringen, welche später Veranlassung wurde zu der grausamen Verläumdung gegen die Juden. Diese und andere Veröffentlichungen zusammen mit den Bemühungen Sir M. Montefiores, welcher Palästina und den Orient besuchte und die Sache seiner beleidigten und auf die grausamste Weise gemarterten Landsleute mit Erfolg führte, waren wohl geeignet, wie man hätte glauben sollen, die Frage für imm-er zu erledigen und zu zeigen, daß, welcher Verbrechen sich auch einzelne Juden immer schuldig machen mögen, doch nicht der geringste Grund für die Behauptung vorhanden ist, daß das Blut der Christen jemals von den Juden in irgend einer Weise entweder bei einer religiösen oder abergläubischen Ceremonie und Handlung gebraucht worden ist. Diese Hoffnung aber hat sich nicht verwirklicht. Unmittelbar nach der Verfolgung in Damaskus wurden die Juden auf Rhodos angeklagt einen griechischen Knaben getödtet und sein Blut beim Paffahfeste gebraucht zu haben. Die Anklage wurde vor ein Gericht *) Damals Missionar in Jerusalem. **) Früher Missionar in Pole» »nd großer Freund Israels.

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