Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 4-5 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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ziöser Verfälschung" die Rede und der Herr Rabbiner Ph. läßt das ohne Weiteres drucken, bekennt also doch wohl damit seine Zustimmung zu dem Urtheile des Res. Was muß nun aber wohl das sein, wenn der Herr vr. Ph. ein ganzes Wort einschiebt? ist das Unschuld, ist das „Wahrheit," ist das „Recht," oder ist das etwas anders als „tendenziöse Verfälschung?" In derselben Nr. 51 ©.698, in welcher auf diese gefährliche „tendenziöse Verfälschung" der Pentateuche hingewiesen wird, findet sich ein Artikel überschrieben: „Die Juden in Constantinopel." In diesem Artikel wird mit gesperrter Schrift darüber geklagt, daß „der Geist der Reaction gegen die europäische Civilisation durch -en ganzen Orient gehe." Zur „Charakteristrung" und zum Beweise dieser „Sachlage" wird „ein Schreiben" angeführt, das gegen eine von Herrn Albert Cohn gestiftete israelitische Schule gerichtet ist, in welcher die französische Sprache gelehrr werden soll. Aus diesem Schreiben werden mehrere Stellen hervorgehoben, die eine lautet also: „Was die Grammatik betrifft, so kann man nicht das Verbe ssvvir conjugiren; eine Zeit dieses Verbes (j’ae su) erinnert zu stark an den Namen Jesus. Das Zeitwort rnurrer ist in gleichem Fallender Imperativ giebt den Namen der Jungfrau Marie. In der Mathematik, in den Realien ist es eine andere Sache: die gebräuchlichen Zeichen -j-, die Plus und X, welche die Multiplikation bezeichnen, sind Kreuze! Ins Feuer also diese Rechenbücher, diese Bücher über Algebra, Geometrie, Chemie und Physik, über alle eracte Wissenschaften." Welcher Unterschied ist nun wohl aber zwischen „dem Geiste der Reaction des ganzen Orientes gegen die europäische Civilisation" und dieser europäischen Civilisation der Herren Rabbiner vr. Ph. in Magdeburg, Willner im Herzogthum Posen, dem Herrn Referenten in WormS und dem Herrn Krön er in Glatz, der „Wirklich noch an drei verschiedenen bezüglichen Stellen Kreuze statt des Kamez hinzugesetzt gefunden" hat, (siehe Nr. 50 S. 687) und die nun auch auf Entfernung dieser Pentateuche und Bibeln dringen? Herr vr. Ph. hat aber bald in Nr. 52 in einem Artikel: „Der Chassidismus" dieser Gestnnungstüchtigkeit selbst das merkwürdige Urtheil gesprochen: „Nichts leistet der anwachsenden Macht