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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 4-5 (1859) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
4-5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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69 lange Israel eristirt; und weil die heilige Schrift, die wir Christen doch als göttliches Buch anerkennen, solche Vorschrift giebt, so sei es ja nicht mehr als billig, daß wir der heiligen Schrift gemäß handelten, und zwar um so mehr, da auch Israels Beispiel uns so klar vor Augen stehe. Wie steht es nun mit der von Dr. PH. aufgestellten Behauptung? Lehrt wirklich die heilige Schrift in dem Sinne der Allgemeinen Zeitung des Judenthums ein solches Recht? Die Worte: „„Ein Recht für Alle"" haben wir trotz alles SuchenS in der Bibel nicht finden können, wie Dr. PH. ste in hebräisch anführt oW? ms vsivo, und er selbst hat auch nicht angegeben, in welchem Buche und Capitel sie stehen sollen. Es wird uns schwer zu denken, daß der Herr Rabbiner sich irgend eine Fälschung einer Stelle sollte erlaubt haben, da erst in den letzten Monaten in seiner Judenzeitung mehrere Warnungen vor den Bibeln der Mission enthalten waren, weil an einer, oder nach andern Zeugnissen an einigen Stellen ein Vocal eine andere Gestalt habe, als er haben solle, da nämlich ein Käme; (t) die Form eines Kreuzes (-s-) habe. Wer also so ängstlich und gewissenhaft ist, daß er die kleinsten Pünktchen beachtet und diese ihm so wichtig und bedeutungsvoll sind, daß er um derselben willen vor dem Gebrauch solcher Bibeln warnt: der wird sich doch wohl nicht schuldig machen, ein ganzes Wort zu verändern, oder einzuschieben wie es hier der Fall zu sein scheint? Das würde ein schlechtes Zeugniß für die „Wahrheit" und das „Recht" des Herrn Rabbiner sein. Wir hätten geglaubt, Herr Dr. Ph. habe bei seiner Aufklärung einen solchen Schrei des Rabbiners im Großherzogthum Posen nur ausgenommen, um jene abergläubigen Juden nicht gradezu vor den Kopf zu stoßen; indeß in Nr. 51 S. 701 finden wir einen Artikel aus Worms, in welchem es heißt: „Mit Bezugnahme auf die in diesen Blättern mitgetheilte tendenziöse Verfälschung in der Pentateuch-Ausgabe der englischen Missionsgesellschaft hat Res. in der hiesigen Zeitung einen Aufruf an die israelitischen Lehrer des hiesigen Kreises erlassen, dahin zu wirken, daß gedachte Ausgaben in den Synagogen beim Gottesdienste nicht gebraucht werden." Hier ist also von „tenden-

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