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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 4-5 (1859) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
4-5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Nimm Jsaakdeinen einigmSohn,den du lieb hast, und gehe hin in VW Lünd Morija und opfere ihn daselbst zum! BtäNdopfir mstw. Wir Mgen nicht nur den Herrn Rabbiner Or. Ph., sondern jeden Menscherr, der wirklich Noch bei Sinnen ist, der Vernunft und Herz hat, ob wohl ein solches Wort von den drei-Faktoren des'menschlichen Geistes, von Vernunft, Herz und Geschichte als Wahrheit erkannt und angenommen werden wird und kann, wird man es als göttlichen Befehl annehmen und befolgen , wie Abraham that? oder nicht vielmehr als die frechste Lüge des leidigen Teufels verabscheuen UNd verwerfen? Was wird wohl die 2 Mos. 14. erzählte Geschichte von dem Durchgänge der Kinder Israel durchs rothe Meer sein, Wahrheit oder Lüge? Werden wohl die drei Factoren die Josüa 6. erzählte Begebenheit von der Eroberung Jerichos „wahr erscheinen" lassen? doch gewißlich nun und nimmermehr! Doch wozu da noch Beispiele? Die ganze Geschichte Israels wird ans diese Weise iN ihr Gegentheil verwandelt; was uns in Moses als Wort und That Gottes verkündigt wird, das wird Vernunft, Herz und Geschichte zu Wort und That des Teufels machen; und was der Mann Gottes für Lüge und Betrug des Satans erklärt, das wird „allen dreien Factoren des Geistes wahr erscheinen" und dann ist es auch „ Wahrheit für den Menschen " wenigstens für vr. Ph. Es kann daher wohl auch gar nicht dieFrage sein, ob der Herr Rabbiner Or. Ph. die Bibel des alten Testaments für göttliches Wort, für unumstößliche, reine, lautere, durchgängige Wahrheit erkennt. Nach dem bisher Bemerkten ist dies rein unmöglich. Er selbst hat aber, wie es scheint, nicht den Muth, dies klar und unumwunden auszusprechen; er dreht und windet sich hin und her, um seine Leser mit allerhand Floskeln und Phrasen zU unterhalten und sich in einen solchen Schein zu setzen, als gelte ihm Moses noch für ein göttliches Buch. Das alte Testament ist ihm nicht die positive, gegebene Wahrheit, das trotz aller Widerrede der'Vernunft; trotz alles Widersprechens des Herzens und ungeachtet dessen, was unsere armselige ' Geschichte dazu sagen möchte, dennoch Wahrheit ist UNd Wahrheit bleibt; die Bibel ist ihm nicht der Prüfstein, an Welchen die Meinungen, Gedanken und Einfälle der Menschen ’ ge-

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