Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 2-3 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2554541-2554694-2554697--03061-2558950- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
will. Er hatte, wie er mir selbst sagte, vergeblich in seiner Misstons- Bibel-Ausgabe darnach gesucht. „Aber auch, gesetzt, eS stände ein f statt i, — dies sind seine eignen Worte — so glaube ich nicht, daß dies absichtlich geschehen; auch wäre dies kein Grund, die Missions-Bibeln zu verbannen. Ein orthodoxer Jude sollte keine kaufen, weil sie von einer Gesellschaft angeboren werden, welche uns von unserm Glauben abwendig machen will." Das heißt ehrlich und redlich gesprochen! Hätte die Zeitung des Judenthums aus demselben Grunde unsre Bibeln beanstandet, dann könnte man es begreifen. Uebrigens habe ich nach genauer Durchsicht des hiesigen Depots keine einzige Bibel gefunden, in welcher das t steht. Erlauben Sie mir schließlich noch eine Bemerkung, welche sich mir beim Lesen des L-Artikels aufdrängte. Herr B. hält die Juden-Mission für ein abgenutztes Institut. Herr Dr. Ph. hält „die Missionsgesellschaft mehr für eine Gesellschaft zur Erhaltung von Misfionspredigern, als zur Bekehrung der Juden." Das find eben Meinungen. Was soll man aber dazu sagen, wenn Herr B. behauptet: „die Missionare haben sür schweres Geld einige Juden erkaufen können." Ehe man eine solche Behauptung niederschreibt, sollte man doch vorher ein wenig Nachdenken, ob man sie beweisen kann. Ich verstehe, daß man gegen die Missionsbestrebungen kämpft; ist es denn aber Recht, daß man unehrliche Waffen zu solchem Kampf gebraucht?! Neue exegetische Hilfsmittel zum Reuen Testament. ' 1) '121 D’-pyrrSK rnas Das Sendschreiben des Apost. Paulus an die Hebräer in der bis jetzt recipirten hebräischen Uebersetzung, mit einem ausführlichen rabbinischen Commentar versehen, in welchem der babylonische und palästinische Talmud, die zahlreichen Midrasch-Werke und die sogenannten Sohar-Schriften zur Erläuterung der urchristlichen Anschauung benutzt sind; dazu eine geschichtlich gehaltene Biographie des Heidenapostels in