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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 2-3 (1859) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
2-3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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36 die Pharisäer: Wie dünket euch um Christum? Auf solch eine Frage waren sie nicht vorbereitet, aber mit dem Tacte talmudischer Juden, wenn sie irgend einen Zweifel fühlen oder ihre wahren Gesinnungen zu verbergen wünschen, erwiderten sie:- Wir glauben Alles, was die Bibel vom Messias sagt. Darauf konnte ich ihnen nur sagen, daß ihr Glaube der rechte sein müsse, wenn er sich auf solche Autorität gründe, und dies sei nicht eine leere Behauptung, sondern eine unbestreitbare Thatsache, die Niemand leugnen könne, der die heilige Schrift erforscht habe. Dies sei aber nicht der Fall mit andern Büchern, wenn sie auch dieselbe Achtung und Verehrung beanspruchten, denn wenn ich z. B. die ungeheuren Bände des Talmuds lese, so finde ich fast auf jeder Seite Grundsätze, die gegen die Tugend verstoßen, und Gesinnungen, die gegen jedes bessere Gefühl des Herzens streiten; oder wenn ich den Koran oder eine andere vorgebliche Offenbarung lese, stoße ich überall auf dieselben unmoralischen und groben Vergehen. So ist es nicht mit dem Worte Gotteö; im Gegentheile, je mehr ich dasselbe studire, desto mehr Beweise finde ich für dessen Göttlichkeit, und desto kräftiger wird der Eindruck der Wahrheiten desselben auf mein Herz, sowohl wenn es mir meine eigene Schuld und die Drohungen eines gerechten Gottes vorhält, als auch wenn es mir freie Gnade und vollkommene Versöhnung durch das Friedensblut des Messias verkündigt. Sie fragten, ob ich vom Alten oder Neuen Testamente spreche? Meine Antwort war: von beiden, denn beide sind das Wort des lebendigen Gottes, und das Eine wie das Andere sagt uns, daß der Mensch ein Sünder ist, daß er das Gesetz seines Schöpfers übertreten hat, daß seine Natur ganz verderbt ist und daß alle seine Bemühungen, sein Beten, Fasten, Büßen, Almosengeben und was er sonst vornimmt, ihm keine Vergebung der Sünden verschaffen können ohne den Glauben an das Blut Christi und die Zurechnung seiner Gerechtigkeit. Sie legten, mir eine Menge anderer Fragen vor, und nachdem dieselben alle beantwortet waren, sagten sie: Sie haben uns manche Schwierigkeit erklärt, Vieles, das uns dunkel war, erhellt und erläutert, und wir müssen Ihnen nun sagen, daß es unser Wunsch ist, Christen zu werden; können wir es wegen

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