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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 2-3 (1859) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
2-3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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m und ernste Erörterungen Vorkommen. Bor wenigen Lagen entstand ein Wtreit dieser Art in einem Kaffehause nahe bei meiner Wohnung. Kie Rabbiner suchten, wie immer unsem Glauben so schlecht wie möglich zu machen, und in nicht grade zarten Ausdrücken behaupteten sie, daß Alles, was die Missionare sagten, ohne Beweis und gegen die heilige Schrift sei. Zu ihrem Erstaunen traten Mehrere der Anwesenden auf und tadelten sie wegen dieser bittern Behauptungen, und um ihrem beständigen Prahlen ein Ende zu machen, wurde vorgeschlagen, daß die Chachamim ihre oft wiederholten Behauptungen rechtfertigen und in einer öffentlichen Disputation die trügerischen Beweise, aus die sich der christliche Glaube stützt, widerlegen sollten. Die Rabbinen und ihre Anhänger wollten auf diesen Vorschlag nicht eingehen, aber ehe sie noch irgend eine plausible Ausflucht finden konnten, hatte mich schon ein Proselyt, der grade anwesend war, von diesem Abkommen in Kenntnis gesetzt. Ich war höchst erfreut über diese unerwartete Gelegenheit von der Wahrheit in Jesu Christo zu zeugen, und damit unsre Gegner bei dem Vorhaben blieben, schickte ich den Proselyten sogleich zurück und ließ den Juden sagen, daß ich bereit wäre, ihrer Einladung zu folgen, sie möchten nur Tag und Ort für die Zusammenkunft bestimmen. Dies geschah vor beinahe einem Monat, aber noch ist es ungewiß, ob die Sache zu Stande kommen wird, und wenn die Chachamim nicht durch Stolz dazu angetrieben werden, so werden sie sich nie zu dergleichen verstehen. Was auch immer der Erfolg solcher und ähnlicher Bewegungen fein mag, so ist doch soviel aus denselben ersichtlich, daß der Geist des Forschens sich kräftigt und ein besserer und ernsterer Ton in der Controverfe sich unter dem Volke verbreitet. Zwei sehr angesehene Polnische Juden besuchten mich. Sie hatten einige Stunden gesucht um meine Wohnung zu finden, und da kein hiesiger Jude geneigt war, ihnen den Weg zu mir zu zeigen, so hätten sie den ganzen Tag umhergehen können, wenn sie nicht zufällig einen Mann getroffen hätten, der zum Unterrichte kommt. Dieser führte sie zu mir. Da ich den eigentlichen Zweck ihres Besuches wissen wollte, fragte ich sie mit den Worten unsers Herrn an 3*

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