Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 2-3 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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u kann auch das Reich Gottes auf Erden nicht zu seiner Vollendung und Herrlichkeit gelangen. Hieran knüpfen wir noch hie Bemerkung, daß, wie wir gehört haben, di« Stiftung des evangelischen Bisthums auch au andern Orten unserer Provinz, namentlich in Neiße und Loslau, mit einem Gottesdienste gefeiert worden ist. Wir freuen uns deß von ganzem Herzen und flehen zum Herrn, daß er auch auf diese Gottesdienste einen reichen Segen legen wolle. Missionsnachrichten. — Konstantinopel. Herr Prediger Stern schreibt: Zn meinem letzten Briefe erwähnte ich, daß die Führer der Zuden, im Bewußtsein des sichern und festen Fortschrittes der evangelischen Wahrheit unter Vielen ihrer Glaubensgenossen, ihren gegewöhnlichen, bekannten Geist der Verfolgung, Gewaltthätigkeit und Einschüchterung wieder ausübten, um unfern Bemühungen entgegen zu wirken. Die Theorie der Toleranz, die den Türken gar nicht behagen wist, ist dem Geschmack der jüdischen Chachamim noch viel unangenehmer. Sie haben ihr Gefängniß und ihre Gerichtsbarkeit; sie können das Vergehen des Gottlosen bestrafen und die Sache des Gerechten schützen; und wenn das Gesetz sie zu Wächtern über die Handlungen ihrer Leute einsetzt, warum sollte es ihnen nicht auch die Aufsicht über ihr Gewissen und die religiösen Freiheiten einräumen? Diese und ähnliche Punkte sind in der letzten Zeit oft in den jüdischen Kaffehäusern erörtert worden, und trotz des ReligionShaffes und des verfinsternden Einflusses des. Rabbinismus treten jetzt viel« Juden öffentlich ans, und erklären, daß die Protestanten Vernunft und Gerechtigkeit aus ihrer Seite haben, und haß, was man auch immer gegen das Evangelium Vorbringen möge., der Glaube alle Beachtung verdiene, der die Bibel zn seiner Grundlage hat und die Gelehrten heraussordert, seinen göttlichen Ursprung zu prüfen. Solche Behauptungen werden freilich von den Bigotten, die an die erbärmlichen Grundsätze des Talmuds glauben, nicht sonderlich bewundert, und die Folge ist, daß öfters scharfe Dispute