Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1859-01-01 · 2-3 (1859) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
2-3 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2554541-2554694-2554697--03040-2558929
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

u bestreiten. Was ist es denn, das Abraham so groß gemacht hat, daß er von Gott und Menschen gerühmt und gepriesen wird? War und ist es nicht sein Glaube? Die Schrift zeuget von ihm, 1 Mos. 15, 6.: Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. Das ist das Zeugniß, welches wir in dem allerersten Buch der Bibel von dem Stammvater des Volkes Israel finden; die folgenden Bücher enthalten wohl vielfältige Bestätigungen, daß „der Glaube" in der Religion und in den Augen des Herrn das Größte und Wichtigste sei, aber nirgends eine Andeutung, daß es auf denselben gar nicht ankomme, daß man ihn aus der Religion beseitigen könne. Ich glaube, darum rede ich, ist das Bekenntniß des Psalmisten 116,10. Höret mir zu, Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem: Glaubet an den Herrn, euren Gott, so werdet ihr stcher sein; und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr Glück haben, ruft 2 Chron. 20, 20. der König Josaphat. Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht, lautet Jes. 7, 9. die Drohung, die der Herr durch den Propheten Jesaias dem Könige Ahas verkündigen läßt; und die Klage desselben Propheten lautet: Wer glaubt unserer Predigt? Jes. 53,1. Ob „der Glaube" eine unbedeutende, geringfügige Sache oder nicht vielmehr daö „innerste Wesen der israelitischen Religion" des alten Testamentes war, bezeugt ferner, wenn es noch eines solchen Zeugnisses bedürfte, der Prophet Jeremias, bei dem es Cap. 5, 1—3. heißt: Gehet durch die Gaffen zu Jerusalem, und schauet und erfahret, und suchet auf ihrer Straße, ob ihr Jemand findet, der recht thue und nach dem Glauben frage; so will ich ihr gnädig sein. Und wenn ste schon sprechen: Bei dem lebendigen Gott, so schwören sie doch falsch. Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben. Wir fügen nur noch ein Zeugniß bei, nämlich das wir Hab. 2, 4. finden: Der Gerechte durch den Glauben wird leben. Dem Glauben also wird Glück und Heil, Gerechtigkeit und Leben als nothwendige Folge beigelegt und zugeschrieben, und darum sagen wir auch, daß der Glaube das erste und wesentliche Stück, des Christenthums nicht nur ist, sondern „der israelitischen Religion" des alten Testamentes war. Wenn nun vr. PH. einen „Wahrspruch" einer „israelitischen Religion" aufstellt, in welchem t

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.