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Dibre Emeth · 1859-01-01 · 1 (1859) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
15 (1859)
Issue
1 (1859)
Date
1859-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Verwundung übrigens S. selbst schuld war, der nur seinen verdienten Lohn erhielt. In Nr. 38 des genannten Blattes wird ein Bericht über diese That gegeben, in welchem eS heißt: „Ein junger Mann, Israelit, weniger als sechszehn Jahre alt, war in diese — die sogenannte schottische — Kirche eingetreten und hat den Prediger vr. Schwartz mit einem Dolch verwundet. Dies ist eine unerhörte That in den israelitischen Annalen und welche man nicht ohne. Grund dem Fanatismus oder einer Krankheit, welche die medicinischen Juristen monomania religiosa nennen, zuschreibt. — Wir denken, daß dieses beklagenswerthe Verbrechen größtentheils den aus einem übertriebenen Eifer geflossenen Predigten der Missionäre zugeschrieben werden kann, die zu uns aus England gekommen sind, und die ihren Wohnsitz in Amsterdam aufgeschlagen, wo sie eine Special-Kirche in der Nachbarschaft des Quartiers, in welchem hauptsächlich Israeliten wohnen, aufgebaut haben. . . . Sie haben den Fanatismus ausgesäet und den Mord geerntet. Wir werden nicht von dieser gesetzwidrigen Verletzung des israelitischen Cultus sprechen, aber was wir Mühe haben zu begreifen, ist die Sanstmuth der israelitischen Verwaltungen, welche diese Versuche des Proselytiömus intra murvs gelitten haben." — Die „gesetzwidrigen Verletzungen" bestanden darin, daß eine oder einige Personen, die aber, so viel wir wissen, nicht zur Mission gehörten, in der Synagoge Traktate vertheilt oder auf die Sitze gelegt hätten. Wie groß übrigens „die Sanstmuth" der Juden bei „diesen Versuchen des Proselytismus" gewesen sein muß, geht schon daraus hervor, daß der Berichterstatter selbst hinzusetzt: „Vor einiger Zeit waren einige Juden über diese Verfechter des Proselytismus hergefallen und Schläge waren gewechselt worden." Das sind also „schlagende" Beweise von „Sanstmuth." In jenem Bericht heißt es ferner: „Dieses Verbrechen erklärt sich schwer unter unseren Glaubensgenossen, wo der Mord so sehr verabscheut ist. Die Aufreizungen konnten in der That nur auf diesen jungen, durch eigenes Unglück, wie man sagt, eraltirten Mann einen solchen Einfluß haben und dieser schien nach der öffentlichen Meinung der Letzte zu sein, der einer solchen Miffethat fähig wäre. Herr Schwartz, man muß es sagen, hatte sich laut gegen die Versuche im Schoße des Tempels ausgesprochen, ein Grund mehr, um ein unter den Israeliten Hollands so außergewöhnliches Ereigniß zu beklagen." Daß eine solche „That in den

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