Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 15 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 ist das der Gott Israels, von dem Moses dem Volke den Segen, und ein anderer, von dem er ihm den Fluch vorlegt? oder ist es ein und derselbe? 5. Mose 11, 26—28. Sind es zwei verschiedene Götter, deren einer den Segen auf dem Berge Grisim und der andere den Fluch auf dem Berge Ebal aussprechen läßt? 5. Mose 27, 12—26. Dort heißt es nicht nur einmal über das andere: Verflucht sei, verflucht sei u. s. w. sondern es steht dabei: Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen. Ein vielfacher Fluch muß verkündigt werden, das Volk die Wahrheit, Billigkeit und Gerechtigkeit dieses Fluches durch das feierliche: Amen, Ja, so ist es, bekräftigen; und Herr vr. Fr. hat die unverschämte Frechheit, den einen „Wahrheitschänder, einen Lästerer" zu nennen, der in vollkommener Uebereinstimmung mit dem Worte Gottes sagt, Israel stehe unter dem Fluche Gottes? Welche „Wahrheit schändende, lästernde Lügner" sind demnach in den Augen und nach den Worten dieses jüdischen Predigers alle Propheten von Mose an gewesen, die so oft von dem Fluch des Herrn zeugen, der auf Israel lastet um seiner Sünden willen!? Um nur einige Beispiele noch aus andern Büchern der Bibel anzusühren, so heißt es 2. Chron. 34, 24. So spricht der Herr: Siehe ich will Unglück bringen über diesen Ort und die Einwohner; alle die Flüche, die geschrieben stehen im Buch, das man vor dem Könige Judas gelesen hat. Daniel sagt in seinem Gebet 9, 11. Das ganze Israel übertrat dein Gesetz, und wichen ab, daß sie deiner Stimme nicht gehorchten. Daher trifft uns auch der Fluch und Schwur, der geschrieben steht im Gesetz Moses. Und der letzte Prophet, Maleachi, bezeugt 2, 2 im Namen des Herrn: Wo ihr es nicht hören noch zu Herzen nehmen werdet, daß ihr meinem Namen die Ehre gebet, spricht der Herr Zebaoth, so werde ich den Fluch unter euch schicken, und euren Segen verfluchen, ja verfluchen werde ich ihn, weil ihr es nicht wollt zu Herzen nehmen. Ja, derselbe Prophet ruft, auf die Gefahr hin von Df. Fr. noch nach 2006 Jahren für einen „Wahrheitschänder, Lästerer" u. s. w. geschmäht zu werden, gegen Israel aus: Darum seid ihr auch verflucht, daß euch alles unter den Händen zerrinnt rc. Mal. 3, 9. Wenn aber Daniel in dem oben angeführten Gebet Judas Gefangenschaft in Babilvn als den gerechten Fluch Gottes betrachtet, ist denn die gegenwärtige Zerstreuung Israels, die bereits 1800 Jahre dauert, etwas anderes? Hat also Herr Pastor Mallet „den Fluch